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Wahlkampf

Industrie fürchtet um den Ruf Deutschlands

Angesichts von Ausländerhetze und der Erfolge der AfD sorgt sich Industrie-Chef Kempf um den Wirtschaftsstandort.

18.09.2017
  • DIETER KELLER UND HAJO ZENKER

Berlin.. Mit großer Sorge sieht der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, die Erfolge der Alternative für Deutschland (AfD). Er fürchtet bei dem voraussichtlichen Einzug der Partei in den Bundestag um den Ruf Deutschlands in der Welt. In einem Interview mit der SÜDWEST PRESSE sagte Kempf: „Im Ausland schaut man schon genau zu, was hier gerade passiert.“

In den vergangenen zwei, drei Jahren seien an vielen Stellen der Welt starke nationalistische Tendenzen aufgekommen. Doch wenn auch andere Probleme hätten, heiße das nicht, dass unsere nicht so schlimm seien. „Jeder, der sich der demokratischen Mitte verpflichtet fühlt, sollte konsequent dagegenhalten“, forderte Kempf. „Ausländerhetze wie in manchem Wahlkampfstatement halte ich für ungeheuerlich.“

Auch den Ton im Wahlkampf kritisierte der Industriechef: „Mich besorgt, dass offenbar immer mehr Menschen den Respekt vor unserer parlamentarischen Demokratie und unseren Politikern verlieren.“ Angriffe auf Personen und zerstörte Wahlplakate von Abgeordneten seien nur die Spitze des Eisbergs. Eine besonders destruktive Rolle spielten oft soziale Medien. „Wenn jemand auf Facebook gegen Politiker anonym Todesdrohungen ausspricht, muss unser Rechtsstaat hart durchgreifen“, forderte Kempf. Dafür dürfe in unserer Gesellschaft kein Platz sein.

Von der künftigen Bundesregierung forderte der BDI-Präsident eine Politik unter der Überschrift: „Wohlstand schaffen, statt nur umzuverteilen.“ Die große Koalition habe möglichst viele Wünsche ihrer Wähler befriedigt, kritisierte Kempf. „Sie hätte besser sagen sollen: Weil wir eine Regierungsmehrheit haben, packen wir die drängenden Probleme an.“ Deutschland müsse massiv in Bildung, Breitband und Straßen investieren. Zudem hält er eine Reform der Sozialsysteme für nötig: „Eine möglichst flexible Altersgrenze würde unser Land voranbringen“, erhofft sich Kempf.

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18.09.2017, 06:00 Uhr
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