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Bilanz bei Datatec

In vier Jahren 45 Prozent Plus

Der Reutlinger Messgeräte-Distributor Datatec ist weiter auf Wachstumskurs – und nimmt verstärkt das europäische Ausland in den Blick.

14.07.2018

Von Matthias Reichert

Neues Technologie- und Logistikzentrum bei Datatec: Links Vorstandschef Hans Steiner, rechts Marketing-Leiter Roland Bertler. Bild: Reichert

Datatec wächst weiter. Der Messgeräte-Distributor, dessen Zentrale im Reutlinger Industriegebiet Mark West sitzt, ist nach eigenen Angaben längst die Nummer eins in Deutschland und hat hier das größte Messgeräte-Angebot. Der Umsatz der Aktiengesellschaft ist im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr um weitere vier Prozent auf nun 53,3 Millionen Euro gestiegen, wie das Unternehmen bei seiner Bilanzpressekonferenz mitgeteilt hat. Nach dem satten Anstieg im Vorjahr mit damals 18 Prozent Plus hat Datatec nun seinen Umsatz in vier Jahren um 45 Prozent gesteigert.

Und das mit nur 14 zusätzlichen Mitarbeitern in diesem Zeitraum; 110 sind es jetzt. Was laut Vorstands-Chef Hans Steiner aber daran liegt, dass viele Teilzeitkräfte inzwischen durch Vollzeit-Angestellte ersetzt worden sind. Der Gewinn der Aktiengesellschaft liege weiter im niedrigen Millionenbereich. Die AG investiert kräftig, zuletzt ins neue Technologie- und Logistikzentrum in der Nachbarschaft der Firmenzentrale (siehe Infobox).

Für das neue Geschäftsjahr ist ein weiterer Zuwachs um neun Prozent auf rund 58 Millionen Euro Umsatz angepeilt. „Diese Erwartung ist sehr realistisch“, sagt Steiner. Rechne man noch ein neues Joint-Venture in Spanien mit der dortigen Firma Ayscom ein, könnte sogar die 60-Millionen-Marke geknackt werden. Laut Steiner sei das Joint-Venture ein erster Schritt für zusätzliche Auslandsaktivitäten: „Wir sind in Gesprächen mit anderen Partnern. Deshalb haben wir so groß gebaut.“ In Deutschland sei der Markt irgendwann begrenzt.

Bislang generiert der Messgeräte-Distribtur seinen Umsatz aber fast ausschließlich in Deutschland. 34 Prozent werden in Baden-Württemberg erwirtschaftet, jeweils 18 Prozent in Bayern und Nordrhein-Westfalen, 11 Prozent in Hessen.

Datatec vertreibt Oszilloskope, Netzgeräte, Multimeter und weitere Messgeräte zu Stückpreisen zwischen 100 und 600 000 Euro. Es gibt 24 Lieferanten und rund 7300 Kernprodukte. Unter 15 500 Kunden sind Maschinenbauer, Elektrotechnik- und Elektronik-Firmen, die Autoindustrie, Medizingerätehersteller, Behörden, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und das Elektro-Handwerk.

Speziell Konzerne schätzen die Reutlinger AG laut Steiner immer mehr. „Weil wir eine große Produktpalette haben“, sagt der Vorstandschef. So könnten die Konzerne die Zahl ihrer Zulieferer reduzieren. Die Kunden goutierten auch die technologische Kompetenz der Datatec-Belegschaft, in deren Ausbildung die Aktiengesellschaft viel investiere.

Dass Datatec Zukunft habe, begründet Steiner damit, dass Marktsegmente wie Energietransfer und Elektro-Autos mit ihrem Bedarf an Batteriespeichern in Deutschland überproportional wachsen würden. Steiner möchte weiter Personal einstellen, um damit neues Wachstum zu ermöglichen. Die AG suche händeringend technische Berater und Ingenieure sowie Außendienstmitarbeiter.

Das neue Logistikzentrum ist seit Juni in Betrieb

Stolz wie Bolle sind sie beim Reutlinger Messgeräte-Distributor Datatec auf das neue Technologie- und Logistikzentrum. Es liegt unmittelbar in Nachbarschaft der Firmenzentrale im Industriegebiet Mark West. Der Neubau wurde zum 1. Juni bezogen. Er hat 1500 Quadratmeter, davon 1100 Quadratmeter Lagerfläche. Das ist dreimal so viel wie bisher – und auch die Höhe des Lagers ist mit 7,50 Metern mehr als doppelt so groß wie vorher. Außerdem sitzt im Neubau der technologische Support, der Vertriebs-Innendienst. 4,6 Millionen Euro hat der Bau gekostet. Und Datatec will weiter investieren: Für 450 000 Euro sollen nun am Firmensitz die Caféteria ebenso wie die Büros erweitert werden. Denn die AG lege laut Marketing-Chef Roland Bertler großen Wert auf das Wohlbefinden der Belegschaft.

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Erstellt:
14. Juli 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
14. Juli 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2018, 01:00 Uhr

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