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Kommentar · Wiedeking

In der Schuld

19.03.2016
  • THOMAS VEITINGER

Staatsanwälte küsst man nicht, heißt ein Kinofilm. Staatsanwälte, die einem leid tun, hieß die Vorführung gestern im Stuttgarter Landgericht. Die Urteilsverkündung gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und den ehemaligen Finanzvorstand Holger Härter glich in weiten Teilen eher einer Anklage - der Staatsanwaltschaft. Der Vorsitzende Richter watschte die beiden regelrecht ab und zerpflückte ihre Anklage: Freispruch für die Finanzjongleure, die einmal den wahnwitzigen Traum hatten, der Zwerg Porsche könnte den Riesen Volkswagen übernehmen.

Der Prozess hätte so nicht geführt werden sollen. Doch das deutsche Recht sieht eine Einstellung des vor vielen Jahren angestrengten Verfahrens nur unter ganz bestimmten - hier nicht gegebenen - Umständen vor. Es galt für die Staatsanwälte: Augen zu und durch. Und so sind die Verhandlungstage auch verlaufen.

Dabei ist der Kern der Anklage richtig. Zwar lässt sich ein Zusammenhang zwischen Mitteilung und Kursexplosion der VW-Aktie nicht beweisen. Aber eben auch nicht vollständig von der Hand weisen. Die Folgen kosteten Anleger Milliarden, Porsche ist heute eine VW-Tochter. Möglicherweise tragen Wiedeking und Härter eben doch Schuld daran.

Der Ausgang des Strafverfahrens könnte auch ein Signal an Zivilprozesse sein, wo Fonds Milliarden Euro Schadenersatz klagen - bisher ohne großen Erfolg. Wer sich gute Verteidiger leisten kann, hat oft Recht.

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19.03.2016, 08:30 Uhr
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