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In der Region Stuttgart sind noch viele Stellen offen
Ferienzeit ist für viele Schüler und Studenten Arbeitszeit. Die Firma Daimler beispielsweise bietet in seinen Werken in Untertürkheim und Sindelfingen Stellen an. Foto: Sebastian Gollnow, dpa
Ferienjobs

In der Region Stuttgart sind noch viele Stellen offen

In der Bäckerei, bei der Post oder beim Autobauer am Band: Schüler und Studenten, die eine Ferienbeschäftigung suchen, haben in der Region Stuttgart gute Chancen.

04.07.2018
  • JÜRGEN SCHMIDT

Mitarbeiter im Coffeeshop, Helfer für die Grundreinigung von Schulen oder Verkäufer in einer Bäckerei: Schüler und Studenten, die in den Ferien Geld verdienen wollen, haben in der Region Stuttgart derzeit noch eine große Auswahl. Allein die Arbeitsagentur Stuttgart hat derzeit noch rund 360 Stellen im Angebot, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilt. Die meisten gebe es in der Reinigungsbranche, der Gastronomie, dem Einzelhandel sowie bei Post- und Kurierdiensten. Es dürften aber noch viel mehr Ferienjobs zur Verfügung stehen: Viele Firmen beispielsweise suchen ihre Sommer-Aushilfen nicht über die Arbeitsagenturen.

Dazu gehören die großen Industrieunternehmen wie der Autohersteller Daimler. Der startete seine Werbung um Schüler und Studenten schon im März, hat aber bis heute noch nicht alle Stellen besetzt, wie ein Unternehmenssprecher erklärt. Die Nachfrage sei zwar groß, aber einige der rund 4500 Ferienjobs, die in den Werken Untertürkheim und Sindelfingen angeboten werden, seien noch frei.

Mehr Jobs für Volljährige

Auch andere große Unternehmen der Region haben noch Stellen frei, allerdings nicht direkt in Stuttgart. Bosch sucht derzeit nur für das Werk Leinfelden-Echterdingen, wo Elektrowerkzeuge hergestellt werden, der Autozulieferer Mahle für seine Standorte in Vaihingen/Enz im Kreis Ludwigsburg und Schorndorf im Rems-Murr-Kreis.

Nicht alle Konzerne setzen allerdings auf Aushilfen. Bei Porsche suchen Schüler und Studenten vergebens. Weil der Sportwagenbauer drei Wochen Betriebsurlaub macht, werden keine Ferienjobs angeboten.

Ohnehin kommen in großen Industriebetrieben nur die älteren Schüler zum Zuge. Die Unternehmen haben durchweg 18 Jahre als Mindestalter festgelegt und wollen häufig, dass mindestens vier Wochen am Stück gearbeitet wird. Die Gastronomie-Branche setzt Minderjährige zudem ungern ein, weil die wegen der strengen Regeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes nicht länger als 22 Uhr arbeiten dürfen, 15-Jährige sogar nur bis 20 Uhr.

Chancen auf Ferienjobs gibt es dennoch auch für Jugendliche, die nicht volljährig sind, etwa im Handwerk. „Bedarf gibt es in allen Branchen, weil viele Betriebe wegen der Auftragslage keinen Betriebsurlaub machen“, sagt der Sprecher der Handwerkskammer Region Stuttgart, Gerd Kistenfeger. Dass im Handwerk, sei es bei Dachdeckern, Malern oder Bäckern, auch 15- und 16-Jährige eine Chance haben, liegt für den Kammersprecher auf der Hand. Denn auch die Azubis, die von der Werkreal- oder Realschule kommen, seien häufig noch nicht volljährig.

Bei Firmen direkt erkundigen

Die Unternehmen seien also den Umgang mit jungen Menschen gewohnt. Und ein Ferienjob könne für beide Seiten auch so etwas wie ein Praktikum sein, um einen Beruf kennenzulernen und später im Betrieb eine Ausbildung zu beginnen.

Sowohl bei der Handwerkskammer als auch bei der IHK rät man Jugendlichen, sich bei kleineren Unternehmen direkt zu erkundigen, ob sie Ferienarbeiter einstellen. Da genügt oft ein Anruf oder ein persönlicher Besuch vor Ort, meinen die Experten.

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04.07.2018, 06:00 Uhr
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