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In den Ferien weniger Tiere ausgesetzt

An Raststätten werden nur noch selten Hunde zurückgelassen. Viele Heime sind trotzdem überfüllt.

19.08.2019

Von LSW

Ausgesetzt in Stuttgart: Yorkshire-Terrier Max und Moritz. Foto: Edith Geuppert/dpa

Stuttgart. Die Zahl ausgesetzter Tiere in den Ferien geht nach Angaben mehrerer Tierheime seit längerem zurück. Trotzdem seien die Sommermonate weiter eine Herausforderung für Tierheime, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Denn die meisten Heime sind chronisch überfüllt. Während der Ferien sei die Vermittlung von Tieren schwieriger, heißt es etwa in Karlsruhe. „Im Sommer ist jedes abgegebene Tier meist eins zu viel“, sagte Schmitz. Schlimm sei besonders, wenn Kleintiere in Kisten im Wald abgestellt oder Hunde irgendwo angebunden würden, betont Schmitz. Denn wenn sie nicht früh genug gefunden, könnten sie sterben.

Auch das Konstanzer Tierheim zählt in der Ferienzeit nicht mehr ausgesetzte Tiere als sonst. Dafür würden mehr Tiere direkt im Tierheim abgegeben. Die meisten ließen sich jedoch gut vermitteln, so dass das Heim nicht überfüllt sei.

Im Tierheim in Stuttgart berichtet die Leiterin: Die Vorstellung von ausgesetzten Tieren an Raststätten sei längst veraltet. Es würden das ganze Jahr über Tiere ausgesetzt. In den Sommerferien sei es seit mehreren Jahren teilweise sogar ruhiger. Dennoch wurden erst kürzlich zwei Yorkshire-Terrier in einer Transportbox nahe einer Autoverwertung gefunden. Die Rüden trügen keinen Mikrochip oder ein anderes Kennzeichen.

Einen gegenteiligen Eindruck hat das Tierheim Heilbronn. „Dieses Jahr kamen zum ersten Mal extrem viele Fundhunde zu uns“, sagte Silke Anders, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Das Tierheim fand Hunde angekettet an Fahrradständern, angebunden an Rasthöfen und in einem Wald an der Autobahn.

„Im Sommer ist mehr los im Tierheim“, berichtete auch ein Mitarbeiter des Esslinger Tierheims. Doch auch er bestätigt, dass bei weitem nicht so viele Tiere ausgesetzt werden, wie allgemein vermutet wird. Wenn Menschen ihre Tiere aufgrund des Urlaubs abgäben, handle es sich meistens um Kleintiere wie Meerschweinchen oder Kanarienvögel. Oft wollten die Besitzer sich die Kosten für eine Tierpension sparen. dpa

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Erstellt:
19. August 2019, 10:30 Uhr
Aktualisiert:
19. August 2019, 10:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. August 2019, 10:30 Uhr

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