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Gute Aussichten für Azubis

In Baden-Württemberg gibt es mehr Lehrstellen als Bewerber

Im Land gibt es mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. 1800 Lehrstellen mehr als im Vorjahr wurden gemeldet. Die Firmen müssen sich jetzt darauf einstellen, dass Bewerber sie auswählen und nicht umgekehrt.

30.10.2015
  • NIK/DPA

Stuttgart/Nürnberg Dank der guten Konjunktur im Südwesten fällt die vorläufige Ausbildungsbilanz positiv aus. Im Land gibt es mehr Ausbildungsplätze als Bewerberinnen und Bewerber. Im Vergleich zum Vorjahr wurden gut 1800 Lehrstellen mehr gemeldet. Wie die Stuttgarter Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit weiter mitteilte, blieben von knapp 75 000 gemeldeten Stellen 3,9 Prozent unbesetzt. Die Zahl der unvermittelten Bewerberinnen und Bewerber ist mit 1,3 Prozent gleich geblieben.

"Für Jugendliche sieht es also sehr gut aus in Baden-Württemberg, wenn sie sich um einen Ausbildungsplatz bewerben", kommentiert Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stuttgarter Regionaldirektion, die aktuellen Zahlen. Die Arbeitgeber müssten sich darauf einstellen, dass Jugendliche genau hinschauten, welche Arbeitsbedingungen auf sie zukämen. Die Firmen müssten daher eventuell die Rahmenbedingungen von Ausbildungsplätzen verbessern.

Bundesweit ging die Zahl der Lehrstellenbewerber leicht zurück, während es etwas mehr gemeldete Ausbildungsstellen gab. Die Zahl der Bewerber überstieg die Zahl der Ausbildungsplätze nur noch wenig, sagte Raimund Becker, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA). "Die Situation am Ausbildungsmarkt ist für Bewerber erneut etwas günstiger als im Vorjahr. Gleichzeitig zeigte sich auch in diesem Jahr, dass es schwieriger geworden ist, Bewerber und Ausbildungsstellen zusammenzubringen."

Von Oktober 2014 bis September 2015 wurden den Arbeitsagenturen in Deutschland 520 000 Ausbildungsplätze gemeldet - 8400 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben 549 100 Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine Lehrstelle gesucht.

Insgesamt stand der Arbeitsmarkt im Oktober so gut da wie seit 24 Jahren nicht mehr. Bei den Arbeitsagenturen waren so wenige Menschen arbeitslos gemeldet wie zuletzt kurz nach der Wiedervereinigung. Die Zahl der regulären Jobs kletterte auf ein Rekordhoch. Nach Angaben der Nürnberger Bundesagentur waren 2,649 Mio. Menschen ohne Job. Das waren 59 000 Erwerbslose weniger als im September und 83 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,0 Prozent. Niedriger lag sie zuletzt im März 1991. Zugleich erreichte auch die Zahl der regulären Arbeitsplätze zuletzt im August mit 31,0 Mio. ein Rekordhoch.

Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise rechnet zumindest bis zum Jahresende mit einer Fortsetzung des derzeitigen Arbeitsmarktaufschwungs. Im November könnten die guten Oktoberzahlen sogar noch einmal unterschritten werden, bevor dann der Winter, die schwächere Konjunktur und die wachsende Zahl arbeitsloser Asylbewerber die Erwerbslosenzahl voraussichtlich steigen lasse.

Für 2016 erwartet Weise im Jahresschnitt rund 2,87 Mio. Erwerbslosen - und damit rund 70 000 mehr als 2015. Der erste Anstieg der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenzahlen seit 2013 gehe größtenteils aufs Konto arbeitsloser Flüchtlinge, machte Weise deutlich. Er stützt sich dabei auf Prognosen seiner Arbeitsmarktforscher.

In Baden-Württemberg sank die Arbeitslosenquote auf 3,7 Prozent. 218 000 Menschen suchten im Oktober einen Job - 7900 weniger als im September. Das sei die niedrigste Zahl an Arbeitslosen in einem Oktober seit 17 Jahren, sagte der Chef der Stuttgarter Regionaldirektion, Rauch. "Erfreulich ist, dass auch Langzeitarbeitslose wieder messbar von der Marktdynamik profitieren, im Vergleich zum Vorjahresmonat haben wir gut 1300 Langzeitarbeitslose weniger."

In Baden-Württemberg gibt es mehr Lehrstellen als Bewerber
Im Südwesten gibt es in diesem Jahr mehr Ausbildungsplätze als Lehrstellenbewerber. Im Bild eine junge Frau die Schornsteinfegerin wird. Foto: dpa

In Baden-Württemberg gibt es mehr Lehrstellen als Bewerber

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30.10.2015, 12:00 Uhr
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