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Impulse für die Integration
Integration als Daueraufgabe für die Gesellschaft: Stiftungsgeschäftsführer Christoph Dahl. Foto: Matthias Kessler
Landesstiftung engagiert sich auch in der Flüchtlingsarbeit

Impulse für die Integration

Die Integration von Flüchtlingen wird auch die Arbeit der Baden-Württemberg-Stiftung verändern, sagt Geschäftsführer Christoph Dahl - und plädiert für ein soziales Pflichtjahr für Jugendliche.

05.12.2015
  • ROLAND MÜLLER

Stuttgart. Die Zeiten, in denen in der Landespolitik die Baden-Württemberg-Stiftung in Frage gestellt wurde, sind vorbei. Dass eine Auflösung kaum Vorteile bietet, habe Grün-Rot nach dem Regierungswechsel rasch erkannt, sagte Geschäftsführer Christoph Dahl nun beim Redaktionsbesuch der SÜDWEST PRESSE. "Das Finanzministerium von Minister Nils Schmid hat alle Varianten durchrechnen lassen und geprüft", sagt Dahl - und sei zum Fazit gekommen, sie in ihrer jetzigen Form bestehen zu lassen. "Und das macht auch Sinn." Nur FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hatte es zuletzt auf die Stiftungs-Milliarden abgesehen, als er eine Kapitalentnahme für den Breitband-Ausbau ins Spiel brachte.

Die Existenzgarantie heißt aber nicht, dass sich die Stiftung nicht verändern soll. Bereits in den vergangenen Jahren hat sie ihre Aktivitäten konzentriert und einige Förderlinien gekappt. Nun ist es die Aufgabe der Integration von Flüchtlingen, die verstärkter Anstrengungen bedarf. Eines der drei Stiftungs--Standbeine sind soziale Projekte - und hier kann sich Dahl eine Umschichtung der Mittel "gut vorstellen", wie er sagt. Gespräche im Aufsichtsrat darüber stünden an.

Erfolgreiche Projekte in der Flüchtlingsarbeit habe die Stiftung schon bisher gestemmt. Mit ihren begrenzten Mitteln sieht sie sich vor allem als Impulsgeber für die Gesellschaft. "Wir wissen, welche Programme erfolgreich sind, können praktikable Ansätze liefern", sagt Dahl. So hätten sich Projekte besonders bewährt, die kulturellen und emotionalen Austausch befördern - etwa "Biografiegespräche", in denen Migranten und Einheimische über Lebenswege sprechen.

Die Gesellschaft sei gut beraten, sich langfristig auf die Flüchtlingsproblematik einzustellen. "Mit Mauern und Zäunen werden sich verzweifelte Menschen letztlich nie aufhalten lassen, da hat Kanzlerin Angela Merkel völlig recht", sagt Dahl, der einst Sprecher von Ministerpräsident Günter Oettinger (CDU) war.

In der Stärkung des Ehrenamts sieht Dahl eine weitere Lehre der aktuellen Krise. "Ohne Ehrenamtliche geht es nicht." Der Staat wäre mit der Größe der Aufgabe längst überfordert. Ein soziales Pflichtjahr für Jugendliche würde daher "der Republik sehr helfen". Junge Menschen seien wegen verkürzter Schul- und Studienwege ohnehin oft auf der Suche nach Orientierung, da wäre ein Pflichtjahr "sehr sehr sinnvoll".

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05.12.2015, 08:30 Uhr
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