Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Chinas Konjunktur im Abschwung

Importe brechen um fast 18 Prozent ein

Die Konjunkturschwäche in China tritt immer deutlicher zu Tage. In den ersten neun Monaten des Jahres sackten die Einfuhren um fast 18 Prozent ein.

14.10.2015
  • FELIX LEE

Peking Mit der chinesischen Wirtschaft läuft es zwar schon seit einer Weile nicht mehr rund. Doch mit einem solchen Einbruch hatten selbst Pessimisten nicht gerechnet. Chinas Außenhandel ist im September um 8,8 Prozent eingebrochen.

Die Importe der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt fielen nach Angaben des chinesischen Zollamtes um 17,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Auch der Export konnte sich nicht erholen. Der Rückgang lag im September bei 1,1 Prozent. "Die Probleme beim Außenhandel lassen sich nicht verleugnen", sagte ein Sprecher der Zollbehörde.

Zwar fallen die Importe bereits den elften Monat in Folge - aber noch nie so drastisch. Dieser Einbruch weist daraufhin, dass es der chinesischen Binnenwirtschaft nicht gut geht. Am mangelnden Konsum der Chinesen liegt es nicht. Die Nachfrage nach Waren aus dem Ausland steigt auch weiterhin - wenn auch langsamer. Vor allem geht Chinas Bedarf nach Rohstoffen zurück. Und das weist auf eine geringe Auslastung der Fabriken und schwache Bautätigkeiten hin. Große Rohstoffexportländer wie Australien und Südafrika leiden schon jetzt unter der sinkenden Nachfrage aus der Volksrepublik. Auch Länder wie Deutschland oder die Schweiz, die in den vergangenen Jahren viele Maschinen lieferten, dürften den Rückgang schon bald zu spüren bekommen.

Mit rund 7 Prozent wächst Chinas Wirtschaft derzeit so langsam wie seit mehr als 25 Jahren nicht. Diesen Wert hat sich die chinesische Führung zu Jahresbeginn zwar zum Ziel gesetzt. Doch das dritte Quartal fällt so schwach aus, dass sich nun die Zeichen mehren für ein neues staatliches Konjunkturprogramm.

Von dieser Praxis wollte die derzeitige Führung jedoch absehen, nachdem die vorangegangene Regierung im Zuge der Weltwirtschaftskrise 2008 und 2009 das bislang größte Konjunkturprogramm der Menschheitsgeschichte aufgelegt hatte. Diese Maßnahme bewahrte China zwar vor einen Zusammenbruch; die Volkswirtschaft wuchs in den Folgejahren zweistellig. Die Folgen sind jedoch Geisterstädte und Überkapazitäten in den Fabriken infolge von Überinvestitionen sowie eine Überschuldung vor allem der Lokalregierungen und Unternehmen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

14.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular