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Infrastruktur

Im Südwesten lebt es sich fast überall gut

Studie bescheinigt selbst ländlichen Regionen überwiegend positives Entwicklungspotenzial. Baden-Württemberg liegt damit in Deutschland vorn.

23.08.2019

Von DPA

Schloss Sigmaringen: Der Landkreis rund um das ehemalige Hohenzollern-Schloss gehört zu den beiden Kreisen in Baden-Württemberg, denen eine neue Studie Probleme bei den Lebensbedingungen und Entwicklungschancen bescheinigt. Foto: swp

In Baden-Württemberg leben fast alle Einwohner in Landkreisen oder Städten mit guten oder sehr guten Bedingungen. Das gilt selbst für ausgesprochen ländliche Gebiete. Der Südwesten belegt damit nach einer neuen Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung einen Spitzenplatz in Deutschland. Nur zwei Landkreise – Sigmaringen und Neckar-Odenwald-Kreis – gelten als problematisch. Zum Vergleich: In Bayern gibt es 27 „ländliche Kreise mit Problemen“.

Für den „Teilhabeatlas“ verglichen die Berliner Forscher 401 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland nach Indikatoren wie kommunalen Steuereinnahmen, Hartz-IV-Quoten, Abwanderung, Infrastruktur und Lebenserwartung. Im Südwesten, Teilen Bayerns und im südlichen Hessen ballen sich die Regionen mit besonders guten Chancen.

Bei den kreisfreien Städten bekommen unter anderem Stuttgart, Ulm und Heilbronn beste Werte bescheinigt; sie weisen bei den wirtschaftlichen Merkmalen die höchsten Durchschnittswerte auf, bei Teilhabe gute bis sehr gute.

In einer nicht-repräsentativen qualitativen Befragung gingen die Autoren auch der Frage nach, ob sich die Bewohner vermeintlich abgehängter Regionen benachteiligt fühlen und in erfolgreichen zufrieden sind. Im Südwesten wurden Menschen in Stuttgart, dem Ostalbkreis sowie dem Stadt- und Landkreis Heilbronn interviewt. Im Ostalbkreis klagten viele „über eine Internetverbindung, die so schlecht ist, dass etwa das Herunterladen von Schulmaterial nicht funktioniert“.

Besonders schlecht stehen viele ostdeutsche Regionen da, Städte wie Dresden, Jena oder Potsdam ausgenommen. Ebenfalls Probleme sehen die Forscher in vielen Ruhrgebietsstädten und Teilen von Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen und Schleswig Holstein. In Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und den östlichen Ländern gibt es zahlreiche Landkreise, die das Etikett „abgehängt“ erhalten – was im Südwesten auf keine Region zutrifft. dpa

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Erstellt:
23. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 06:00 Uhr

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