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Ministerin von der Leyen in Bruchsal: ABC-Abwehr der Bundeswehr wird im Inneren eingesetzt

Im Schutzanzug auch gegen Terror

Gegen Bedrohungen mit gefährlichen Kampfstoffen setzt die Bundeswehr auf High-Tech und Schweiß. Ministerin von der Leyen lobt ihre Spezialtruppe.

11.08.2016
  • LSW

Bruchsal/Mannheim. Der moderne Spürpanzer Fuchs des ABC-Abwehrbataillons 750 in Bruchsal macht Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sichtlich Freude. Damit sei die Bundeswehr technisch ganz weit vorne, meint sie und zählt mit dem Kommandeur des ABC-Abwehrkommandos, Oberst Henry Neumann, auf, welche Verbündeten diese Technik auch benutzen. Die Soldaten der badischen Einheit haben an diesem Morgen für den Besuch der Ministerin aufgefahren, was ihr Arsenal hergibt.

Darunter sind auch leichte Fahrzeuge vom Typ Mungo mit Dekontaminationsausrüstung, die mit Hubschraubern oder Flugzeugen transportiert werden können. Sie wundere sich immer, sagt von der Leyen ganz nebenbei, dass im CH-53-Hubschrauber, mit dem sie kurz zuvor nach Bruchsal gekommen ist, an der Heckklappe der Hinweis steht: „Links fahren“. Damit der Mungo nicht gegen den Heckrotor prallt, hilft der Offizier gerne aus. Die Ministerin nimmt es mit Selbstironie: Drei Jahre sei sie bei der Bundeswehr und es brauche einen Oberst, ihr das zu erklären.

Weiter geht es zu Soldaten, die in Gummianzügen und mit Schutzmaske aussehen wie aus einer fremden Welt. Am Boden und von einer Kranplattform aus spritzen sie Fahrzeuge ab und zeigen, was im Falle eines Kontakts etwa mit chemischen Kampfstoffen zu tun ist. Schweißtreibende Schwerstarbeit selbst an einem eher frischen Sommertag.

Die Ausrüstung der Truppe ist vom Feinsten und erinnert ein wenig an James Bonds Arsenal. Vom tragbaren DNA-Analysegerät über Massenspektrometer und Unterdruck-Dekontaminationskammer bis zum geländegängigen Quad (Grizzly) für den schnellen Einsatz ist alles da. Ein Soldat der Brandschutzeinheit zeigt die Ausrüstung seines Löschfahrzeugs, das aussieht wie das einer beliebigen Berufsfeuerwehr. Nur eben besser ausgestattet. Fast bescheiden hört sich da der Chef des ABC-Abwehrkommandos an: „Wir sind so aufgestellt, dass wir die Truppe wirkungsvoll unterstützen können.“

Damit das so bleibt, kündigt die Ministerin Investitionen in den Standort Bruchsal von 73 Millionen Euro in den nächsten Jahren an. Die Lokalpolitiker und Abgeordneten hören das gerne.

Wichtig ist der Ministerin, dass ihre etwa 2000 ABC-Abwehr-Spezialisten nicht nur militärisch einsetzbar sind. Sie können auch bei zivilen Notlagen helfen, etwa indem sie Trinkwasser aufbereiten oder Duschzelte zur Verfügung stellen. Sie stünden auch bei Terrorangriffen mit Chemiewaffen bereit. Das Bundeskriminalamt rufe im Zweifelsfall das ABC-Abwehrkommando zur Hilfe. „Hier wird die Zusammenarbeit seit Jahren geübt“, sagt von der Leyen.

Schon hebt die Ministerin mit ihrem Hubschrauber wieder ab. Im Mannheimer Bildungszentrum der Bundeswehr wartet eine Herzensangelegenheit auf von der Leyen. Es geht um den Führungsnachwuchs – speziell um die Förderung der Soldatinnen. „Nicht die Frauen sind schuld, dass sie nicht in Führungspositionen sind.“ Vielmehr müsse sich die Bundeswehr fragen, woran es liege. Helfen kann vielleicht ein neues Mentoren-Programm.

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11.08.2016, 06:00 Uhr
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