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Im Herzen der See

Im Herzen der See

Abenteuerfilm nach jener wahren Begebenheit, die Herman Melville zu seinem Roman „Moby Dick“ inspiriert hat.

Abenteuerfilm "Im Herzen der See"

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In the Heart of the Sea
USA 2015

Regie: Ron Howard
Mit: Chris Hemsworth, Benjamin Walker, Cillian Murphy

121 Min. - ab 12 Jahren

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11.11.2015
  • Dorothee Hermann

Einmal in See stechen mit einem altmodischen Segler, der Wucht der Elemente ausgesetzt und Auge in Auge mit dem Unermesslichen nur auf das eigene körperliche Geschick angewiesen: Diese anachronistische Sehnsucht versucht diese Walfänger-Saga wieder aufleben zu lassen.

Der soziale Aufsteiger Owen Chase (Chris Hemsworth) steht kurz vor dem Kapitänspatent, als ihm der Sohn seines Schiffs-Finanziers (Benjamin Walker als ahnungslos-überheblicher George Pollard) vor die Nase gesetzt wird. Owen soll als Erster Offizier das nötige Know-how liefern und dafür sorgen, dass die erbeutete Fracht (Wal-Tran) auch sicher ist.

Der Film schildert Owens Geschichte nicht aus dessen Perspektive, sondern wie ferngesteuert in Rückblenden. Denn der zupackende blonde Hüne ist nur noch eine Gestalt der Erinnerung. Sein einstiger Schiffsjunge Thomas Nickerson (Tom Holland, der neue Spider-Man) ist der letzte Überlebende des verschollenen Walfängers „Essex“. Gealtert und dem Alkohol verfallen, wird Nickerson in einer immer wieder eingeblendeten Rahmenerzählung vom aufstrebenden Schriftsteller Herman Melville (Ben Whishaw) bedrängt, ihm Material für seinen Jahrhundertroman „Moby Dick“ zu liefern.

Leider vertraut Blockbuster-Regisseur Ron Howard seinem Sujet (Mann gegen Wal) so wenig, dass ihm die gewaltige Meeres-Kreatur als alleiniges Schock-Element nicht ausreicht. Er setzt stattdessen auf die seit Thomas Hobbes bekannte Message: Nicht das Tier ist das Ungeheuer, sondern der Mensch (ist des Menschen Wolf).

Dem Abheben in die Nostalgie steht die Kulissenhaftigkeit entgegen. Die Holzhäuser der Hafenstadt Nantucket sehen aus wie Nachbauten fürs Freilichtmuseum. Doch selbstverständlich eignet sich der Breitwand-Streifen, um im Kinosessel die Planken vergangener Abenteuer noch einmal richtig krachen zu hören.

Seefahrer-Bombastikstreifen ohne die psychologischen Finessen von „Moby Dick“.

Spielplan

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11.11.2015, 11:11 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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