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Gastro-Tipp

Im Alten Landtag wird aus einer Schüssel gegessen

Die Macher des „La Casa del Consumo“ setzen auf einfache italienische Landküche und Geselligkeit.

23.01.2020

Von RAINER LANG

Antonino Venezia leitet das Restaurant im Heusteigviertel. Foto Ferdinando Iannone

Stuttgart. Es ist gar nicht so lange her, dass sich hier Baden-Württembergs Parlamentarier versammelt haben. Von 1947 bis 1961 diente ihnen der Alte Landtag im Heusteigviertel als Tagungsstätte. Seit der Jahrtausendwende ist das historische Gebäude zu einem kulinarischen Treffpunkt geworden. Den Anfang machte dort Stuttgarts bekannter Koch Sante de Santis mit Restaurant und Kochschule. Nach dessen frühem Tod folgte darauf ein Grieche. Seit Ende letzten Jahres wird hier wieder italienisch gekocht.

Für ihr neues Gastro-Projekt haben die Gastronomen Martina Schneider und Francesco Troiano, die auch das L.A. Signorina am Marienplatz betreiben, einen früheren Mitarbeiter als Partner ins Boot geholt. Antonino Venezia ist jetzt für das „La Casa del Consumo“ zuständig.

Der ehemalige Sitzungssaal wurde renoviert und mit einfachem Mobiliar bestückt. Die Wände sind bewusst in zarten Rottönen gehalten, nichts soll hier von der Hauptsache ablenken: dem genussvollen Essen. Im Alten Landtag soll das gemeinsame Speisen am Tisch gepflegt werden. Diese Idee, die aus dem Agrotourismus stammt, hat den 33-jährigen Restaurantleiter Venezia sofort angesprochen.

Die verschiedenen Speisen werden in Schüsseln serviert und jeder kann sich nehmen, was er will. Jeweils drei Monate lang steht eine bestimmte Region auf dem Plan. Begonnen wurde die Reise mit Apulien. Serviert wird ein Menü mit elf kleineren Gängen, das 27 Euro pro Person kostet.

Das Angebot bietet sich zwar vor allem für Gruppen an, selbstverständlich sind bei Venezia auch einzelne Gäste willkommen. „Da passen wir die Portionen einfach entsprechend an“, erklärt er. Auf drei Vorspeisen folgen drei hausgemachte Pastagerichte, drei Hauptgerichte, Salat und zum Abschluss noch ein Dessert und ein Kaffee.

Die „cucina povera“, die einfache italienische Landküche, dient den Betreibern als Vorbild. Es sind nach den Worten von Venezia „Gerichte, die in Deutschland nicht so bekannt sind“. Aktuell werden zum Beispiel roher Schinken und Auberginenauflauf als Vorspeise serviert, Penne mit Peperoni sowie Kalbseintopf, Ofengemüse und gedämpfter Stockfisch mit Kapern als Hauptgang. Ab Februar ist das Aostatal an der Reihe. „Dort ist die Küche eher fleischlastig“, erklärt Venezia. Zu den Gerichten gibt es regionale Weine. Rainer Lang

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Erstellt:
23. Januar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. Januar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2020, 06:00 Uhr

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