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Kommentar Bundeswehr

Im Abseits

Nein, die Flugzeuge fallen nicht vom Himmel, weil ihnen der Biosprit nicht bekommt. Das hat aber auch niemand behauptet. Doch die Tatsache, dass die Bundeswehr ein Ausrüstungsproblem hat, lässt sich mit Spitzfindigkeiten, wie sie das Verteidigungsministerium nun ins Feld führt, nicht wegdiskutieren.

20.02.2018

Von CHRISTOPH FAISST

Berlin. Das Thema geistert seit Jahren durch die Berichte der Wehrbeauftragten des Bundestages – von den öffentlich bekannten Pannen einmal ganz abgesehen: Die Verzögerungen bei der Fertigstellung des Transportflugzeugs A400M, des Helikopters NH90, die Debatte um das Sturmgewehr G36 – warum soll es ausgerechnet bei Schutzwesten und Zelten besser aussehen?

Die Misere ist hausgemacht. Sie hat viel zu tun mit der Erwartung einer Friedensdividende nach dem Ende des Kalten Krieges. Abrüstung und Verkleinerung der Truppe waren die Folge. Das passte gesellschaftspolitisch gut in die Zeit und schonte die Haushaltskasse. Doch seither hat sich die Welt gewandelt – wie sehr, hat soeben die Münchner Sicherheitskonferenz gezeigt: Wo alle auf den Weg der Stärke setzen, kann Deutschland nicht abseits stehen und tut es doch, auch, weil die Einsatzfähigkeit ab und an gefährdet ist.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich in ihrer Amtszeit vor allem darum bemüht, die Bundeswehr zu einem attraktiven Arbeitgeber zu machen, der im Kampf um die besten Köpfe bestehen kann. Kindertagesstätten mögen wertvoll sein, doch wo Soldaten in den Einsatz müssen, sollte zuallererst die Ausrüstung komplett sein. Denn wer will schon in einem Unternehmen arbeiten, das nicht einmal taugliches Werkzeug zur Verfügung stellt?

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Erstellt:
20. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2018, 06:00 Uhr

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