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Ihre Polizei rät . . .

"Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co zu posten. Danke!" Diese simple Aufforderung der Hagener Polizei hat hohe Wellen geschlagen - im positiven Sinn.

16.10.2015

Von WOLFGANG DAHLMANN, DPA

Millionen von Facebook-Nutzern hat der Aufruf erreicht. Rund 200 000 Menschen beschäftigten sich näher damit - die meisten fanden die Aktion gelungen. Einer schreibt: "Endlich mal jemand. Mein Sohn ist drei und wird hier noch jahrelang nicht zu sehen sein. Wenn man bedenkt, was heutzutage Mütter alles zeigen. Vom ersten Ultraschall bis zur Geburt wird alles mit der Öffentlichkeit geteilt. Dickes Like an die Polizei Hagen."

Social-Media-Kommissar Tino Schäfer, der die Warnung verfasste, hatte vor allem eines im Sinn: Eltern sollten keine Bilder ihrer Kinder verbreiten. Sie könnten in falsche Hände geraten. "Viele posten ungeschützt und ungehemmt Bilder ihrer Kinder, teilweise als Nackedei oder auf dem Kinderfahrrad, nur mit Badehose bekleidet."

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen unterstützt den Aufruf. "Eltern, die nicht so netzaffin sind, kennen vielleicht die Folgen ihres Handels nicht", sagt Sprecher Frank Scheulen. Auf keinen Fall sollten Fotos vom Strand oder Wickeltisch gepostet werden. Besonders Pädophile würden gezielt nach solchen Motiven suchen und sie weiterverbreiten. Seien die Bilder erst einmal im Netz unterwegs, verliere man die Kontrolle.

Selbst vor dem Einstellen von seriösen Bildern warnt die Polizei. Die Eltern könnten später Ärger mit dem Nachwuchs bekommen. "Vielleicht finden Sie die Fotos heute süß, Ihrem Kind sind sie in ein paar Jahren aber endlos peinlich", warnt Schäfer. Das ist dann zwar nicht kriminell - aber schlecht für den Familienfrieden.

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Erstellt:
16. Oktober 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Oktober 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2015, 12:00 Uhr

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