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Kommentar zur Vormundschaft für Flüchtlinge

Identitäre Bewegung: Notwendiger Weckruf

Reale Gefahr oder PR-Gag? Die im rechtsextremen Spektrum angesiedelte Identitäre Bewegung trommelt bei ihren Anhängern dafür, Vormundschaften für unbegleitete Flüchtlinge zu übernehmen.

10.02.2018

Von ELISABETH ZOLL

München. Das Kalkül ist perfide: Finanziell meist klamme Kommunen suchen immer wieder engagierte Freiwillige, die jugendliche Flüchtlinge bis zur Volljährigkeit beraten und begleiten. Die private Unterbringung ist für die öffentliche Hand günstiger als staatliche Betreuung. Könnten in diesem Verfahren nicht auch Personen zum Zug kommen, die alles andere im Schilde führen als die erfolgreiche Eingliederung junger Flüchtlinge?

Der Kinderschutzbund ist bereits alarmiert nach entsprechenden Hinweisen aus Hamburg, nun sensibilisiert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit seinem Weckruf Jugendämter und Richter über die Hansestadt hinaus. Denn bei ihnen liegt die Entscheidung.

Die Warnung ist richtig. Die Eignung, Verantwortung für ein fremdes Kind zu übernehmen, darf nicht allein vom erklärten Willen der Erwachsenen, deren Familienverhältnissen, finanziellen Möglichkeiten und einem erfolgreich absolvierten Einführungskurs zum Thema Vormundschaft abhängig gemacht werden. Auch auf die Gesinnung kommt es an. Die zu prüfen ist schwierig. Denn nicht jeder politische Querkopf outet sich. Doch muss der ernsthafte Versuch in jedem Einzelfall unternommen werden.

So wenig schutzbedürftige Jugendliche in die Hände religiöser Fanatiker geraten dürfen, wie Islamisten es beispielsweise sind, dürfen sie politisch Radikalen ausgeliefert werden. Gut, dass der bayerische Innenminister Herrmann das so deutlich formuliert.

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Erstellt:
10. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2018, 06:00 Uhr

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