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Kriminalität

„Ich bin ein Schul-Killer“

Bekannte nennen den Amokschützen Nikolas Cruz einen gestörten Waffenfan. Das FBI hatte seine Hass-Botschaften gesehen, ihn aber nicht ermittelt.

17.02.2018

Von PETER DETHIER

Gedenken im Park von Parkland: Kreuze und Kerzen erinnern an die Opfer des Amoklaufs in der Schule. Foto: afp

Parkland. Als „gestörten Jungen“ beschreiben frühere Klassenkameraden und Bekannte den 19-jährigen Nikolas Cruz, der an einer Highschool in Florida 17 Menschen erschossen hat. Er habe schon immer eine beängstigende Vorliebe für Schusswaffen und Gewaltanwendung gehabt, sagten sie der Polizei und Sonderermittlern des Bundeskriminalamts FBI.

Kritisiert wird nun vor allem das FBI. Es war im vergangenen September auf besorgniserregende Posts hingewiesen worden, die Cruz auf der Online-Plattform Instagram hinterlassen hatte: „„Ich will Menschen mit meiner AR-15 erschießen, ich will ein professioneller Schütze werden.“ Das FBI hat die Drohgebärden bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht mit dem späteren Amokläufer in Verbindung bringen können.

Cruz hatte sich auf Instagram häufig mit den Worten vorgestellt: „Hi, ich bin Nick, ich bin ein ,school shooter‘.“ Ein Instagram-Nutzer aus Mississippi meldete die alarmierende Ankündigung dem FBI. Das verfolgte die Spur aber nicht lange genug, um Cruz zu verhören und weitere Warnzeichen zu erkennen.

Aufschluss über die psychische Verfassung des Täters geben frühere Schulkameraden. Brody Speno sagte, Cruz „hatte immer Ärger, mit Lehrern, mit den Behörden, er hatte etwas Bösartiges an sich.“ Ein anderer Schüler vermutete, dass der Einzelgänger, der 2017 der Schule verwiesen worden war, „ganz bewusst den Valentinstag ausgesucht hat, weil er Probleme mit Mädchen hatte“.

Cruz‘ beide Instagram-Konten dokumentieren sein Faible für Schusswaffen und speziell das AR-15-Sturmgewehr. Dazu zeigt die Videoaufnahme eines Nachbarn ihn bei Schießübungen im eigenen Garten.

In sieben der zehn letzten Massenschießereien in den USA ist ein AR-15 eingesetzt worden. Das hat eine heftige Debatte darüber entfacht, warum die Waffe, die bereits im Vietnamkrieg zum Einsatz kam, bei Amokläufern so beliebt ist. Experten sagen, dass die Waffe leicht zu bedienen ist und wegen der vielen Kugeln in jedem Magazin in kürzester Zeit großen Schaden anrichten kann. Das AR-15 sei in einigen Staaten, auch Florida, leichter zu kaufen als eine Pistole. Cruz hatte die Waffe der Polizei zufolge legal erworben.

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Erstellt:
17. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2018, 06:00 Uhr

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