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Chip-Hersteller verbreiten wieder Zuversicht - Handy-Hersteller bleiben pessimistisch

IT-Branche mit unklarem Ausblick

Die IT-Branche sendet unterschiedliche Signale. Während die Chip-Branche wieder mit guten Zahlen glänzt, sieht die Lage für die Handy-Hersteller weiter düster aus.

21.07.2009

Ist das Gewitter überstanden? Oder zieht eine weitere Wolkenfront über die Branche der Informationstechnologie (IT) hinweg? Zum Auftakt der Quartalsberichtssaison ist noch nicht klar, ob den Hightech-Konzernen die ersehnte Aufklärung bevorsteht - oder ob die Aussichten düster bleiben. Während IBM und Intel die Börsianer mit guten Zahlen in heitere Stimmung versetzten und Gartner-Analyst Richard Gordon von "Zeichen der Milderung " sprach, verheißen andere Indikatoren weitere stürmische Monate. Besonders wüst ging es zu Jahresbeginn in der Halbleiter-Branche zu: Umsatzverluste von einem Drittel und mehr waren eher die Regel als die Ausnahme. Doch im zweiten Quartal ging es allenthalben wieder aufwärts, was einige Fachleute angesichts der Anwendung von Chips in allen Lebensbereichen gleich als Zeichen für ein baldiges Ende der Wirtschaftskrise deuteten. Besonderes Gewicht hat der weltgrößte Chiphersteller Intel, der sein Geld vor allem mit Computerprozessoren verdient. Der PC-Markt helle sich auf, stellte Unternehmenschef Paul Otellini fest. Jetzt wird der Wettbewerber Texas Instruments Bilanz ziehen, dessen Chips sich in nahezu allen Geräten des täglichen Bedarfs wiederfinden - von der Waschmaschine bis zum Fernseher. Bereits vor einem Monat deutete das Unternehmen an, dass die schwere Zeit vorüber ist. Der deutsche Konkurrent Infineon schaffte es von April bis Juni operativ immerhin aus den roten Zahlen. Das ging aber auf Kosten der Mitarbeiter. Branchenweit mussten Tausende Menschen gehen, Prozessoren-Primus Intel hat sogar ganze Werke dichtgemacht. Auch der direkte Rivale und ewige Zweite AMD, der am heutigen Dienstag seine Zwischenbilanz präsentiert, hat einen harten Sparkurs eingeschlagen. In Gefolge der Hardware-Hersteller blickt auch Microsoft gespannt auf den PC-Markt. Der Konzern macht einen Großteil seines Gewinns mit Betriebssystemen. Wenn die Windows-Macher am Donnerstag ihre Zahlen vorstellen, dürfte der Ausblick aber besser ausfallen als der Rückblick: Neben besseren PC-Verkäufen zum Jahresende hofft Microsoft auch auf einen Blitzstart seines neuen Betriebssystems Windows 7 im Oktober. Dass man mit Software und darum herum gestrickten Dienstleistungen auch in der Krise gutes Geld verdienen kann, hat IBM eindrucksvoll bewiesen. Der Schwenk weg von der Hardware hin zur Software bescherte dem Computer-Urgestein im zweiten Quartal ein sattes Ergebnisplus. Davon können die Handy-Hersteller nur träumen. Für sie ist der berühmte Silberstreif am Horizont noch lange nicht in Sicht. Nokia und Sony Ericsson stellten in der vergangenen Woche desaströse Zahlen vor - der Absatz der Finnen brach um 15 Prozent ein, das schwedisch-japanische Unternehmen verkaufte sogar 40 Prozent weniger. Nokias Gewinn ging um ein Viertel zurück, Sony Ericsson ist tief in den roten Zahlen. Und beide bleiben weiter pessimistisch. Die schwachen Zahlen haben sich beide Unternehmen aber teils selbst zuzuschreiben: Sie haben nicht rechtzeitig auf das Geschäft mit Smartphones gesetzt. Die kleinen Alleskönner werfen hohe Margen ab, wie eine Studie der Deutschen Bank zeigt. Apple und Research in Motion verkaufen demnach zusammen zwar nur 3 Prozent aller Handys weltweit, erzielen mit ihren hochgezüchteten iPhone- und Blackberry-Geräten aber satte 35 Prozent Gewinn. dpa

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21.07.2009, 12:00 Uhr
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