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IS-Terroristen greifen Brüssel an
Das geräumte Terminal nach den Explosionen: Ein Handybild zeigt die Zerstörung. Foto: Imago/xImagexTWITTERx STAR_206004_012
Bombenanschläge am Flughafen und in der U-Bahn - Mehr als 30 Tote und 230 Verletzte

IS-Terroristen greifen Brüssel an

Zwei Anschläge binnen einer Stunde haben die belgische Hauptstadt erschüttert. Die Terrororganisation IS bekennt sich zu den Attacken. In Europa wächst die Furcht vor weiteren Schlägen von Islamisten.

23.03.2016
  • DPA/AFP

Brüssel. Islamistische Terroristen haben in Brüssel mit Bombenanschlägen mindestens 34 Menschen getötet und damit Europa ins Mark getroffen. Etwa 230 Menschen wurden verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) übernahm die Verantwortung für die Angriffe.

Nach belgischen Medienberichten starben 14 Menschen am Flughafen und 20 an der Metrostation Maelbeek mitten im EU-Viertel. Dem nationalen Krisenzentrum zufolge wurden etwa 100 Menschen am Airport verletzt, weitere 130 bei der Explosion in dem U-Bahnhof. Der belgische Premier Charles Michel sprach von "blinden, gewalttätigen und feigen Anschlägen".

In Brüssel gibt es eine große Islamistenszene, die Gemeinde Molenbeek gilt als Hochburg der Extremisten. Erst am Freitag war dort der Hauptverdächtige der Pariser Anschläge vom November 2015, Salah Abdeslam, festgenommen worden. Der mutmaßliche Topterrorist wurde bei einem Polizei-Großeinsatz gefasst. Bei den Anschlägen am 13. November 2015 in Paris gab es 130 Todesopfer.

Wie die dem IS nahestehende Nachrichtenagentur Amaq im Internet erklärte, hätten Kämpfer des Islamischen Staates eine Serie von Bombenangriffen mit Sprenggürteln und -sätzen verübt. Mehrere IS-Kämpfer hätten sich in die Luft gesprengt.

Die Echtheit des Bekenntnisses konnte zunächst nicht überprüft werden. Die Nachrichtenagentur Amaq hat in der Vergangenheit immer wieder Stellungnahmen des IS verbreitet. Sie gilt als eng mit der Terrormiliz verbunden.

Der belgische Sender VRT veröffentliche am Nachmittag ein Foto von drei Männern, die den Anschlag auf den Flughafen verübt haben sollen.

Michel sagte, die Sicherheitskräfte wappneten sich gegen weitere Bluttaten. Auch in vielen anderen europäischen Städten ging die Terrorangst um: Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte patrouillierten an Flughäfen und an anderen Verkehrsknotenpunkten. In Deutschland verstärkte die Bundespolizei ihre Kontrollen, etwa am Flughafen Frankfurt. Das Auswärtige Amt in Berlin richtete einen Krisenstab ein.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Belgien volle Solidarität und Unterstützung bei der Suche nach den islamistischen Attentätern von Brüssel zu. Deutschland werde in jeder Weise mit der belgischen Regierung und den dortigen Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, "um die Schuldigen für die heutigen Verbrechen zu finden, festzusetzen und zu bestrafen", sagte Merkel. Bundespräsident Joachim Gauck verurteilte die Anschläge als "schreckliches Verbrechen".

In belgischen Medien wird nun über die möglichen Täter und Drahtzieher der Anschläge vom Dienstag spekuliert. Immer wieder taucht der Name Najim Laachraoui auf. Er war erst vor kurzem identifiziert und zur Fahndung ausgeschrieben worden. Am Dienstag gab es in Brüssel erneut mehrere Razzien. Bei Hausdurchsuchungen haben Fahnder eine Flagge des IS, einen Sprengsatz mit Nägeln und chemische Substanzen gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft am Abend mit. Der Nachrichtenagentur Belga zufolge wurden am Flughafen Waffen gefunden. Am Nachmittag sei zudem eine dritte Bombe gefunden und entschärft worden.

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23.03.2016, 08:30 Uhr
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