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Berlin

IG Metall will Integrationsjahr für Flüchtlinge

Angesichts von 2,1 Millionen offenen Stellen in Deutschland sieht die IG Metall gute Chancen, auch die etwa 380 000 erwerbsfähigen Flüchtlinge aus dem vorigen Jahr in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

05.02.2016
  • DPA

Berlin. Dabei helfen soll ein betriebliches "Integrationsjahr", mit dem anerkannten Geflüchteten, aber auch Langzeiterwerbslosen eine Brücke in Qualifizierung und Job gebaut werden soll. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann sagte in Berlin, jede Spaltung des Arbeitsmarktes solle vermieden werden.

"Wir wollen keine Lohnkonkurrenz zu anderen Arbeitsuchenden", sagte Hofmann. Daher sollten tarifliche Entgelte gezahlt werden. Das "Integrationsjahr" solle von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden und auf vorhandenen Programmen aufsetzen, die Eingliederungszuschüsse von bis zu 50 Prozent des Lohns für den Arbeitgeber vorsehen. Der Arbeitsmarkt könne auch einen Andrang von Flüchtlingen wie im Vorjahr "sehr wohl verarbeiten - gute Qualifizierung vorausgesetzt". Das Modell umfasse daher neben einem Arbeitsplatz auch Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge. Qualifizierung und Job könnten "betriebsnah kombiniert" werden. Denkbar sei eine Vier-Tage-Woche mit reduziertem Entgeltanspruch: vier Tage bezahlte Arbeit und ein Tag Sprachkurs. Das größte Potenzial für sein Modell sieht er beim Handwerk.

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05.02.2016, 08:30 Uhr
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