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"Patricia" zeigt sich gnädig

Hurrikan über Mexiko - Tausende Häuser verwüstet, aber keine Todesopfer

Mit Böen bis zu 400 Kilometer pro Stunde war es über dem Meer der schwerste je registrierte Hurrikan. Doch als "Patricia" Mexiko erreichte, war es kein "Monstersturm" mehr. Die Menschen waren gewarnt.

26.10.2015
  • SANDRA WEISS

Mexiko Stadt Mit Geschwindigkeiten von "nur" noch 300 Stundenkilometern hat Hurrikan Patricia am Freitagabend (Ortszeit) die mexikanische Pazifikküste erreicht. Gegen 17.30 Uhr rafen die ersten Ausläufer auf einen relativ wenig besiedelten Küstenabschnitt des Bundesstaates Jalisco, entwurzelten Bäume und Strommasten, deckten Dächer ab, verwüsteten Felder, wirbelten schlecht verankerte Boote durch die Luft und überschwemmten Straßen.

Menschen kamen nach Angaben des Katastrophenschutzes zunächst nicht zu Schaden. "Das Schlimmste ist überstanden", twitterte der Gouverneur von Jalisco, Aristoteles Sandóval, bereits kurz darauf. Auch die wichtigsten Pazifikhäfen meldeten keine größeren Schäden.

Am stärksten betroffen war der Bundesstaat Michoacán, wo Erdrutsche zahlreiche Straßen verschütteten und zu Stromausfällen führten.

Die Regierung hatte zuvor vom "größten und gefährlichsten Hurrikan der Geschichte" gesprochen und mehr als 50 000 Menschen aus der Gefahrenzone evakuiert, darunter zahlreiche Urlauber, die im Ferienort Puerto Vallarta untergebracht waren. In drei Staaten herrschte Alarmstufe eins; Schulen und Geschäfte blieben geschlossen; der Flugverkehr und der öffentliche Nahverkehr wurden ausgesetzt.

Patricia hatte sich am Donnerstag in Rekordzeit über dem Pazifik zu einem Hurrikan der stärksten Kategorie fünf entwickelt, schwächte sich aber am Freitag kurz vom dem Auftreffen aufs Festland jedoch ab.

Entwarnung wollten die Behörden jedoch nicht geben. "Das Risiko ist weiter hoch, bis auf weiteres bitte die Unterkünfte nicht verlassen", twitterte Innenminister Miguel Angel Osorio. Die starken Regenfälle könnten sich in den kommenden Stunden noch als gefährlicher erweisen als der Wind. Meteorologen rechneten mit heftigen Niederschlägen, die in zwei Tagen fast die Hälfte des Jahresdurchschnitts erreichen könnten. Dies sei extrem gefährlich, da die Böden schon aufgeweicht seien, erklärte der Nationale Wetterdienst. Auch wenn die Küstenorte dem Aufprall von Patricia widerstanden, könnten Erdrutsche und über die Ufer getretene Flüssen in den kommenden Stunden vor allem in den armen Bergdörfern der Region Katastrophen auslösen.

Besonderes Augenmerk schenken die Behörden dem kürzlich wieder ausgebrochenen Vulkan Colima, der sich in der Krisenregion befindet. Er hatte große Mengen Asche ausgestoßen, die sich unter dem Einfluss des Regens in potenziell tödliche Schlammlawinen verwandeln könnten. "Wir haben 15 000 Menschen aus den gefährdeten Ortschaften in der Nähe des Vulkans evakuiert", sagte der Koordinator des Katastrophenschutzes, Luis Felipe Puente.

Im Gegensatz zu vorherigen Wirbelstürmen hatte die Regierung diesmal rechtzeitig alle Katastrophenprotokolle in Bewegung gesetzt. Der Katastrophenschutz richtete über tausend Notunterkünfte ein; Soldaten und Polizisten patrouillierten die Küstenorte, evakuierten besonders gefährdete Bereiche und forderten die Bleibenden auf, sich in ihren Häusern zu verschanzen. Auf den Ausfallstraßen ins Landesinnere bildete sich ein langer Stau. Präsident Enrique Pe·a hatte ein Krisenkabinett ein- und die Bevölkerung per Twitter zur Vorsicht aufgerufen.

Hurrikan über Mexiko - Tausende Häuser verwüstet, aber keine Todesopfer
Wirbelsturm "Patricia" machte in Mexiko Tausende obdachlos, forderte aber keine Menschenleben. Foto: afp

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26.10.2015, 12:00 Uhr
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