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China-Krise

Hugo Boss senkt seine Prognose

Eine schwächere Nachfrage aus Asien und Amerika macht Hugo Boss zu schaffen. Nach einem überraschend schlecht ausgefallenen dritten Quartal strich das Management des MDax-Konzerns seine Erwartungen für das Gesamtjahr zusammen.

17.10.2015
  • DPA

Metzingen Umsatz und operativer Gewinn dürften weniger stark zulegen als bisher gedacht. Hugo Boss reiht sich damit in die Riege von Luxusgüteranbietern wie LVMH und Burberry ein, die in den vergangenen Tagen mit Verweis auf ein schwächeres China-Geschäft maue Zahlen vorgelegt hatten.

Die Hugo-Boss-Aktie verlor zeitweilig mehr als 10 Prozent an Wert. Etliche Experten wurden von der Gewinnwarnung kalt erwischt. Hugo Boss zufolge schwächte sich die Nachfrage in Asien und Amerika im September ab. In China gingen die Umsätze zurück, auch der US-Markt entwickelte sich negativ. In Europa habe sich das Geschäft indes weiter stark entwickelt.

Nach ersten Berechnungen erzielte Hugo Boss im dritten Quartal einen Umsatz von 744 Mio. EUR. Das waren 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Währungsbereinigt ging der Umsatz um 1 Prozent zurück. Investitionen, etwa in das Ladennetz, schlugen sich im operativen Ergebnis nieder. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank im Quartal um 8 Prozent auf 168 Mio. EUR. Angaben zum Nettoergebnis machte Boss nicht.

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17.10.2015, 12:00 Uhr
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