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Hugh Grosvenor erbt Herzogstitel und Milliarden
Guter Freund von Prinz Harry und Pate des kleinen Prinzen George: Hugh Grosvenor. Foto: dpa Foto: dpa
Die beste Partie Britanniens

Hugh Grosvenor erbt Herzogstitel und Milliarden

Bisher galt Prinz Harry als beste Partie in Britannien. Doch jetzt läuft ihm Hugh Grosvenor den Rang ab. Der Goldjunge ist zehn Milliarden schwer.

18.08.2016
  • HENDRIK BEBBER

London. Prinz Harry bekommt Konkurrenz. Die Rolle des begehrtesten Junggesellen des Königreichs ist an seinen Freund Hugh Grosvenor gefallen. Der 25-Jährige hat nach dem überraschenden Tod seines 64-jährigen Vaters Gerald Cavendish Grosvenor vorvergangene Woche nicht nur ein Vermögen von geschätzten 9,35 Milliarden Pfund (umgerechnet rund 11 Milliarden Euro) geerbt, sondern auch den Titel des Herzogs von Westminster.

Der junge Aristokrat ist der drittreichste Brite im Land und dem „Forbes“-Magazin zufolge in seiner Altersklasse der „U 30“ sogar der reichste Mensch der Welt. Zählt man sein passables, bübisches Aussehen hinzu, dürfte der siebte Herzog von Westminster jetzt als die beste Partie des Königreichs gelten.

Sein Vater wurde einmal gefragt, welchen Rat er jungen Aufsteigern geben würde, und dieser antwortete treuherzig, dass es helfen würde, „einen Vorfahren zu haben, der ein enger Freund von Wilhelm dem Eroberer war.“ Er hatte gut lachen: Die Grosvenors (Wappenmotto: „Tugend, nicht Herkunft“) kamen im Tross des Normannen im Jahr 1066 ins Land und haben in den letzten tausend Jahren Reichtümer über Reichtümer angehäuft.

Heute gehören der Familie, und das nur unter anderem, riesige Ländereien in Schottland, Einkaufszentren in Stockholm, Appartementblöcke in Tokio und, wie ein Kolumnist nicht ganz im Scherz schrieb, „halb London“. Naja, nicht ganz die Hälfte, aber immerhin 121 Hektar Grundbesitz in den noblen Stadtvierteln Mayfair und Belgravia, wo kürzlich ein Parkplatz für eine Viertelmillion Pfund verkauft wurde.

Und die Milliarden erbt jetzt Hugh, obwohl er nicht der Erstgeborene ist und zudem drei Schwestern hat. Tamara, Edwina und Viola sind von der Erbfolge ausgeschlossen, weil die Normannen mit ihrer Invasion eine Regel mitbrachten, die bis heute Gesetzeskraft hat: die Primogenitur. Danach wird der Titel und das Vermögen von Aristokraten nur an den ältesten männlichen Nachfolger weitergegeben, während Geschwister, insbesondere ältere Schwestern, leer ausgehen. Für das Königshaus selbst ist kürzlich die Primogenitur abgeschafft worden, für die restlichen Adelsfamilien im Land gilt sie aber noch. Allerdings, so hört man, soll für die drei Ladys Grosvenor mit großzügigen Trust-Fonds gesorgt worden sein.

Hugh Grosvenor mag zwar der reichste Erbe im ganzen Lande sein, aber sein Vater hat dafür gesorgt, dass er mit beiden Beinen auf dem Boden blieb. Erzogen wurde er in der lokalen staatlichen Grundschule und später auf einer Privatschule in der Nähe des Familiensitzes Eaton Hall in der Grafschaft Cheshire, so dass er jeden Tag zu Hause schlafen konnte.

Hugh und seine Schwestern wurden ferngehalten von Bällen der Standesgenossen oder von Partys des Londoner Jetsets. Der sechste Herzog nahm seinen Sprössling mit zu einem Drogenrehabilitationszentrum, um ihm zu zeigen, was Heroin anrichten kann. Diese Lektion scheint gewirkt zu haben, denn im Gegensatz zu anderen Jung-Aristokraten hat man nie von Drogengeschichten des Grosvenors-Erben gehört. Hugh studierte an der nicht so angesagten Universität von Newcastle Landbewirtschaftung und arbeitete zuletzt als Kundenbetreuer bei einem Bio-Unternehmen in London.

Nur zwei Mal geriet der Familienerbe der Grosvenors dann doch ins Rampenlicht. Das erste Mal war anlässlich der extravaganten Festivitäten zu seinem 21. Geburtstag, wenn im Königreich traditionell die Volljährigkeit gefeiert wird. Rund 800 Gäste wurden auf Eaton Hall begrüßt, darunter auch Prinz Harry. Gut fünf Millionen Pfund soll Hughs Geburtstagsfeier seinen Vater gekostet haben.

Beim zweiten Mal wurde die Nation auf ihn aufmerksam, als er als jüngster Taufpate von Prinz George benannt wurde. Die Connections zwischen den Grosvenors und der Königlichen Familie sind traditionell eng. Die Queen ist Freundin von Hughs Mutter, sein Vater wurde Mentor von Prinz William.

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18.08.2016, 06:00 Uhr
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