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Hotzenplotz und der Mondschatz
Wieder mal gefangen: der Räuber Hotzenplotz. Foto: David Baltzer
Literatur

Hotzenplotz und der Mondschatz

Der vierte Band mit Otfried Preußlers berühmtem Räuber wird in Düsseldorf als Theaterstück aufgeführt.

08.11.2018
  • DPA

Düsseldorf. Jedes Kind kennt ihn: Stoppelbart, schwarzer Hut, Stachelbeine – der Räuber Hotzenplotz. Vor mehr als einem halben Jahrhundert erschien der erste von drei Bänden. Die Tochter des Autors Otfried Preußler hat im Nachlass ihres Vaters Stoff für einen weiteren Band entdeckt. Den gibt es jetzt als Buch – und Theaterstück. Das Düsseldorfer Schauspielhaus führt „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ am Sonntag erstmals auf.

Der Schriftsteller John von Düffel (52) hat die Bühnenfassung für die Erzählung vom großspurigen Ganoven, dem gescheiten Kasperl und dem gutgläubigen Seppel geschrieben. Er sagt, es sei die willkommene Gelegenheit gewesen, noch einmal in die Welt der Preußler-Figuren zu reisen.

Das Stück spielt nach der ersten triumphalen Gefangennahme des Räubers durch Kasperl und Seppel. Denn kaum ist Hotzenplotz gefangen, bricht er aus. „Kasperl und Seppel versuchen, den entflohenen Räuber in die Falle zu locken, indem sie ihm vorschwindeln, sie hätten eine Mondrakete, mit der man alles Silber vom Mond holen kann“, erzählt der Autor.

Regisseur der Uraufführung ist Robert Gerloff (35). „Das ist ein reicher Schatz, obwohl es nur fünf Figuren sind“, sagt er. Seppel naiv, Kasperl schlau, der Räuber fast ein bisschen einsam, Dorfpolizist Dimpfelmoser überfordert. Die Großmutter ist die fünfte Person im Stück.

Jede Person hat ein eigenes Lied. Die Musiker bleiben die ganze Zeit auf der Bühne, sie stehen verkleidet in der Kulisse. Er suche nach einer Form von Kasperletheater auf der Bühne mit echten Schauspielern, sagt Gerloff. Sein Anspruch: „Den Sechsjährigen soll es gefallen und den 96-Jährigen.“

Kindersprache gibt es nicht, nicht alles soll kleingekaut werden. „Kinder können tausendmal mehr als ihnen zugetraut wird.“

Das Wort „Schwammerlsuppe“, das man außerhalb Bayerns als Pilzsuppe kennt, ist geblieben. „Ich wollte den Preußler-Ton erhalten“, sagt Düffel, „und habe mich eng an die Sprache des Originals gehalten.“ dpa

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08.11.2018, 06:00 Uhr
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