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Wien

Hofreitschule zum internationalen Kulturerbe erklärt

03.12.2015
  • KNA

Wien. Seit gestern steht die Wiener Hofreitschule auf der internationalen Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco. Das gab die Kulturorganisation der Vereinten Nationen über Twitter bekannt. Die traditionelle Form der Aufzucht, Haltung und des Trainings von Lipizzaner-Pferden vereine das Wissen von Züchtern, Reitknechten, Handwerkern und Reitern, hieß es. Diese Gruppen identifizierten sich stark mit der Schule, zudem bewahrten sie das Wissen um viele Techniken der artgerechten Tierhaltung.

Die Unesco entscheidet derzeit im namibischen Windhoek über neue Kandidaten für die weltweite Liste des immateriellen Kulturerbes. Im vergangenen Jahr gab es 38 Neuaufnahmen, in diesem Jahr lagen 42 Bewerbungen vor. Ebenfalls bereits aufgenommen wurden unter anderem das bulgarische Fest Surova, die Maltechnik Filete porteno aus Buenos Aires sowie die Herstellung von Kuhglocken in Portugal.

Weltweit fördert die Unesco seit zwölf Jahren den Erhalt von Alltagskulturen und -traditionen. Für die Aufnahme ist laut der Deutschen Unesco-Kommission (DUK) entscheidend, dass eine kulturelle Ausdrucksform "nachweisbar lebendig und für die Trägergemeinschaft identitätsstiftend" ist. Das Verfahren ist zweistufig: Jedes Land baut ein Verzeichnis auf, im nächsten Schritt können Vorschläge für die weltweite Unesco-Liste eingereicht werden.

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03.12.2015, 08:30 Uhr
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