Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Hoffnungsträger des ZDF: Steven Gätjen moderiert "Versteckte Kamera"
Steven Gätjen stellt sich bei der Arbeit Zuschauer vor, deren schöne Tage er noch schöner macht. Und deren schlimme Tage er rettet. Foto: Johanna Brinckman/ZDF
"Will keinen erschrecken"

Hoffnungsträger des ZDF: Steven Gätjen moderiert "Versteckte Kamera"

Er soll für frischen Wind sorgen: Steven Gätjen gibt heute beim ZDF sein Debüt mit der Show "Die versteckte Kamera 2016". Am 25. Februar geht es mit "I can do that!" weiter, im Mai folgt "Das Superhirn" .

13.02.2016
  • CORNELIA WYSTRICHOWSKI

Herr Gätjen, was ist denn am ZDF besser als an Pro 7?

STEVEN GÄTJEN: Ich war 17 Jahre lang bei Pro Sieben und es war eine tolle Zeit. Aber irgendwann muss man sich überlegen, wie es perspektivisch weitergeht. Das ZDF hat mich gefragt, ob ich mir einen Wechsel vorstellen könnte und hat mir ein tolles Angebot gemacht. Ich habe mich dann auch noch mit Stefan Raab kurzgeschlossen, und er meinte: "Das klingt so toll, mach das!" Und jetzt mach ich das.

Sie haben zuletzt mehrere von Raabs Shows moderiert. Wussten Sie zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung, dass er seine TV-Karriere beendet?

GÄTJEN: Nein, das wusste ich nicht. Ich wusste zwar, dass er sich viele Gedanken darüber macht, wie lange er noch Fernsehen machen will, aber das hat bei meiner Entscheidung keine Rolle gespielt.

Was haben Sie von ihm gelernt?

GÄTJEN: Stefan war als Fernsehmann unfassbar großartig. Ich habe es immer bewundert, mit welchem Ehrgeiz er sich in seine Prüfungen in den Shows gestürzt hat. Aber Stefan sagte auch immer, dass es doch letztlich nur Fernsehen ist, und das heißt für mich: Man muss Spaß an der Sache haben, sie mit Furchtlosigkeit und Offenheit angehen.

Müssen Sie beim öffentlich-rechtlichen ZDF künftig anders moderieren als bisher beim Privatfernsehen?

GÄTJEN: Auf keinen Fall. Das ZDF hat mich ja geholt, weil sie Spaß an der Art haben, wie ich moderiere, und die vertrauen mir. Ich will den ZDF-Zuschauer gewinnen, nicht erschrecken. Ich bin im Übrigen selber keine 20 mehr, sondern werde im Herbst spannende 44, von daher hat sich mein Stil ohnehin geändert, und ich habe ja schon meine Höhen und Tiefen hinter mir.

Was genau meinen Sie?

GÄTJEN: Ich habe immer hart gearbeitet, und es gab eine Hochphase Ende der 90er. Dann sind mein Bruder und ich für ein Jahr nach Amerika gegangen, danach musste ich mich erst mal wieder reinwühlen. Ich habe Sendungen wie "Gülcans Traumhochzeit" oder "Sommermädchen" moderiert, die vielleicht nicht der Gipfel der Fernsehkunst waren - aber das sind Erfahrungswerte, die ich schätze. Es ist nie kontinuierlich nach oben gegangen, aber genau dabei habe ich gelernt, das Geschäft richtig einzuschätzen.

Zum Start beim ZDF präsentieren Sie jetzt eine Show mit versteckter Kamera - das ist ja nun nicht neu. . .

GÄTJEN: Ich weiß, dass alle gedacht haben, jetzt kommt der Gätjen gleich mit einem super innovativen neuen Format, aber das wäre glaube ich falsch. Die Versteckte Kamera ist etwas, was die Menschen schon kennen, da kann ich mich erst mal präsentieren. Wir machen es aber schon etwas rockiger. Es wird Einspielfilme geben, in denen Prominente andere Prominente oder Otto Normalverbraucher reinlegen. Ich glaube, es ist für jeden etwas dabei. Ich habe mich bei einigen Filmen totgelacht und bei anderen fremdgeschämt (lacht). Und wir haben eine tolle Jury mit Til Schweiger, Heiner Lauterbach und Carolin Kebekus.

Wenige Tage später startet Ihre zweite ZDF-Show "I can do that!", und im Mai folgt "Das Superhirn". Werden Sie die neue Allzweckwaffe?

GÄTJEN: Allzweckwaffe hat was Negatives, im Sinne von ,die haben keinen anderen . Das ist nicht so. Das ZDF hat Leute wie Johannes B. Kerner und Markus Lanz, die ihren Job sehr gut machen. Ich freue mich natürlich, dass der Sender mir zutraut, mehrere Sachen zu machen. Wir arbeiten bereits an der Planung fürs zweite Halbjahr, es gibt schon ein paar coole Ideen. Aber zwischendurch will ich mir eine Pause gönnen, damit die Zuschauer meiner nicht überdrüssig werden.

Haben Sie ein Traumformat?

GÄTJEN: Das was ich jetzt mache finde ich schon klasse. Mein Traum wäre ein großes, buntes Kinoformat, aber das lasse ich auf mich zukommen. Das ZDF weiß um meine Interessen.

Und wenn der Sender "Wetten, dass. . ?" wieder aufwärmen und Ihnen die Moderation anbieten würde?

GÄTJEN: Oje, bei dieser Frage bewegt man sich auf Glatteis. In der Vergangenheit wurde glaube ich einiges nicht richtig gemacht, zum Beispiel die lange Diskussion um die Nachfolge von Thomas Gottschalk. Ich bin mit dieser Show groß geworden, ich habe es geliebt, sie zu schauen, und ich würde mich über ein Comeback freuen, wann und mit wem auch immer. Man müsste sich einfach mal hinsetzen und überlegen, ob man etwas ändern muss oder vielleicht auch nicht. Was mich betrifft: Ich muss mir meine Sporen beim ZDF jetzt erst mal verdienen.

Auf Ihrer Homepage steht, dass Sie beim Moderieren immer an den einzelnen Zuschauer auf dem Sofa denken. Haben Sie jemanden bestimmtes im Sinn, etwa Ihre Oma?

GÄTJEN: Meine Oma hat meine Shows immer gerne geguckt, sie ist leider vergangenes Jahr im Alter von 95 Jahren gestorben. Es geht da jedoch um etwas, was mein Bruder mir mal gesagt hat: Als Schauspieler hat er für eine Rolle das Morsealphabet gelernt, obwohl er dabei nur im Hintergrund zu sehen war. Falls ein Zuschauer das Alphabet kann, wollte er den nicht enttäuschen. Ich stelle mir einen Zuschauer vor, dem ich einen schönen Tag noch schöner mache oder einen schlimmen Tag rette. Das ist Entertainment.

Info "Die versteckte Kamera 2016" zeigt das ZDF heute um 20.15 Uhr.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

13.02.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular