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Straßenverkehr

Höchststand: 458 Verkehrstote im Jahr 2017

Ablenkung am Steuer und zu hohes Tempo fordern viele Opfer. Das Land will strenger kontrollieren.

21.02.2018

Von AXEL HABERMEHL

Stuttgart. Auf Baden-Württembergs Straßen hat es vergangenes Jahr mehr Unfälle und Verkehrstote gegeben. Das geht aus der amtlichen Statistik hervor, die das Innenministerium gestern bekanntgab. Bei insgesamt 326?457 Unfällen im Straßenverkehr (2016: 314?875) kamen 458 Menschen ums Leben. Im Vorjahr waren es 405 Tote gewesen. Dagegen wurden 2017 weniger Menschen verletzt als 2016.

Fast die Hälfte der Todesfälle ging auf Unfälle mit Lastwagen und Motorrädern zurück. Hauptursachen tödlicher Unfälle waren überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkungen, etwa durch Handys, und ein Verzicht auf den Sicherheitsgurt. Rund 40 Prozent der Auto- und rund 70 Prozent der Motorradfahrer waren schneller als erlaubt unterwegs, bevor sie starben sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU).

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nannte die Bilanz besorgniserregend. „Die Verkehrsunfälle haben im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht – und das ist nicht nur auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zurückzuführen“, sagte er. Strobl kündigte mehr Kontrollen und Tempo-Messungen an. Das Land werde in „modernste, digitale Verkehrsüberwachungstechnik investieren“.

Unter anderem plane er die Anschaffung eines „Enforcement-Trailer“ für den „Blitzer“-Einsatz auf Autobahnen. Dabei handele es sich um ein in einen LKW-Anhänger verbautes Tempo-Messgerät, das mehrere Tage an einer Straße abgestellt werden kann. Darüber hinaus würden verstärkt zivile PKW, Handlaser-Messgeräte und mobile Messgeräte eingesetzt.

Zudem will sich Grün-Schwarz im Bundesrat für schärfere Regeln für LKW-Fahrer einsetzen. Die Bundesregierung solle sich für eine EU-Regelung verwenden, die es verbietet, automatische Notbrems-Assistenten auszuschalten. Diese müssen zwar in modernen Lastwagen eingebaut sein, laut Strobl deaktivieren aber viele Fahrer die Assistenten.

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Erstellt:
21. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2018, 06:00 Uhr

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