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Regie: Randall Wright
Mit: David Hockney, Paul DuBois

- ab 0 Jahren

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12.10.2015

Von Wilhelm Triebold

Hockney - war das nicht dieser blondierte Brite mit dem auffälligen Nasenfahrrad, der liebend gern nackte Männer von hinten am Pool im kalifornischen Sonnenlicht malte? Der zeitlebens auf eine sehr modische Weise unmodern, aber immer ungemein erfolgreich war?

Lebt der denn noch? Ja, das tut er. Mittlerweile ist der Künstler auch schon 78 und längst in seine Heimat zurückgekehrt nach den wilden hedonistischen Jahren in L.A., wohin er als bekennender Schwuler vor der englischen Engstirnigkeit geflüchtet war. Randall Wrights Filmporträt lässt ihn am Ende ums kanarienbunt gesäumte Zuhause schlurfen, als sei er irgendwie übrig geblieben aus vergangener Zeit. Und tatsächlich hat Wrights "Hockney" etwas von einem verfrüht verfassten, allzu braven Nachruf. Bei weitem kommt er nicht heran an die verstörende Intensität besserer Exemplare dieser Gattung wie Asif Kapadias grandiose Doku-Studie über das ruinöse Leben und Sterben der Amy Winehouse.

So schauen wir dem blassen Jungen aus Bradford zu auf seinem Weg in die weite befreiende Welt, die er als farbigen Abglanz der Boheme, in den Bildern aber oft genug seltsam statisch und erstarrt wahrnimmt. So, als schlummere unter der Oberfläche eine abgründige Traurigkeit. Die jedoch nur zu ahnen ist in dieser Filmbiografie. Zwei Zitate von David Hockney bleiben haften: "Ich wollte schon immer mehr sehen" und "ich glaube wirklich, dass die Malerei die Welt verändern kann".

Erstmal veränderte sie ihn und seinen Blick zurück auf die Natur. Doch all dem geht dieser Film zu wenig auf den Grund. Er bildet zu sehr ab, statt dass er sich eine klare Meinung bildet. Der verwegene Hockneysche Perspektivwechsel hätte Wrights Annäherungsversuch gut getan.wit

Wer wirklich etwas über David Hockney wissen will: Es gibt Kataloge und Ausstellungen.

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Erstellt:
12. Oktober 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
28. Oktober 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Oktober 2015, 12:00 Uhr

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