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Hochzeitsgerüchte um Barbie und Furby
Die US-Branchenriesen Mattel und Hasbro wollen angeblich fusionieren

Hochzeitsgerüchte um Barbie und Furby

Die Spielzeugkonzerne Hasbro und Mattel sollen angeblich über eine Fusion gesprochen haben. Nicht nur Barbie und Furby, auch etliche andere Spielzeugmarken könnten so verkuppelt werden.

09.02.2016
  • DPA

New York. Diese Fusion würde die Branche umkrempeln. Ein Zusammenschluss der beiden mit Abstand größten US-Spielzeughersteller könnte Mattels Traditionsmarken von Barbie über Hot Wheels bis hin zu Fisher Price und Matchbox mit Hasbros Klassikern wie Transformers, Monopoly oder Furby und darüber hinaus die Actionfiguren von Marvel und "Star Wars" unter ein Dach bringen. Die Ausmaße wären gigantisch: Gemeinsam würden Mattel und Hasbro auf einen Börsenwert von gut 20 Mrd. Dollar (17,9 Mrd. EUR) kommen und die Konkurrenz weit hinter sich lassen.

Die US-Spielzeugriesen hatten in den letzten Jahren wenig zu feiern, deshalb könnten sie sich ausrechnen, mit vereinten Kräften stärker zu sein. Hasbro sei Ende 2015 an Mattel herangetreten, um die Chancen für eine Verschmelzung auszuloten, hatte der Finanzdienst Bloomberg vergangene Woche unter Berufung auf Insider berichtet. Vor 20 Jahren war schon einmal über eine Fusion verhandelt worden.

Zu den neuen Spekulationen wollten sich die Unternehmen bislang nicht äußern. Doch zumindest die Angebotspalette scheint gut zusammen zu passen. Auch wenn die Grenzen inzwischen etwas verschwommen sind, galt Mattel mit Barbie, American Girl und Co traditionell lange eher als Anbieter für Mädchen, während sich Hasbro mit Comic-Helden wie G.I. Joe oder der Spielzeugpistolen-Marke Nerf ("Super Soaker") stärker auf Produkte für Jungs konzentrierte.

Insgesamt floriert das Geschäft mit Spielwaren: Daten des Markforschers NPD Group zeigen, dass der Umsatz in den USA im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf 19,4 Mrd. Dollar (17,4 Mrd. EUR) gestiegen ist. Doch Hasbro und Mattel, die gemeinsam mit dem dänischen Rivalen Lego auch den Weltmarkt dominieren, tun sich trotzdem schwer. Bei Mattel sank der Umsatz 2015 um 5 Prozent auf 5,7 Mrd. Dollar (5,1 Mrd. EUR).

Sorgenkind war vor allem Barbie, deren Verkäufe um weitere 10 Prozent zurückgingen. Von 2012 bis 2014 war der Absatz bereits um 20 Prozent gesunken. Die meistverkaufte Spielzeugfigur der Geschichte kämpft mit Konkurrenz durch Prinzessinnen aus dem Disney-Imperium.

Allerdings hat Mattel zum Gegenschlag ausgeholt: Neue Varianten der berühmten Puppe, die es nun nicht mehr nur mit ultraschlanker Model-Figur, sondern auch als "kurvig", "groß" und "klein" gibt, sollen den 56 Jahre alten Klassiker zurück in die Spur bringen.

An der Börse wurden die neuen Barbies bereits gefeiert - seit Jahresbeginn hat die Aktie von Mattel um 17 Prozent zugelegt. Hasbro liegt mit 10 Prozent im Plus. Dabei schlug sich der Konkurrent zuletzt besser, wenngleich es auch keine großen Sprünge gab.

Die Erwartungen an die jetzt anstehenden Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr sind verhalten. Analysten rechnen mit einem Umsatzanstieg um 1,6 Prozent auf knapp 4,4 Mrd. Dollar (3,9 Mrd. EUR). Allerdings hat Hasbro, was die Wachstumsperspektiven angeht, mehrere große Trümpfe in der Hand. So hält der Konzern die Spielzeug-Lizenzen zum "Star Wars"-Blockbuster "Das Erwachen der Macht", für den bereits Fanartikel im Wert von Hunderten Mio. Dollar verkauft wurden.

2015 gelang ein Coup, der Mattel schwer traf: Hasbro jagte dem Konkurrenten die Rechte für die Disney-Prinzessinnen ab - inklusive der Puppen zum Verkaufsschlager "Frozen: Die Eiskönigin". Deshalb dürfte das Unternehmen auch alleine gut aufgestellt sein.

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09.02.2016, 08:30 Uhr
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