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Mannheim

«Hitlergruß»: Justiz stellt Ermittlungen bei rnv ein

Zehn Monate nach Rassismus-Vorwürfen beim Unternehmen Rhein-Neckar-Verkehr (rnv) hat die Staatsanwaltschaft in Mannheim die Ermittlungen eingestellt.

21.02.2018

Von dpa/lsw

Mannheim. Der Nachweis unter anderem von Sexualdelikten und politisch motivierten Straftaten habe nicht erbracht werden können, teilte eine Justizsprecherin am Mittwoch mit.

Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte frühere Kollegen, die noch für rnv arbeiteten, mit versteckter Kamera bei rechtsextremen Gesten oder Äußerungen gefilmt. Die Aufnahmen im Internet sorgten für Aufsehen.

«Es konnten zwar Äußerungen festgestellt werden, deren Inhalt zum Teil volksverhetzend war», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dies sei aber in geschlossenen Räumen vor wenigen Personen geschehen. Der öffentliche Friede sei nicht gestört worden, ähnlich sei dies beim Zeigen des sogenannten Hitlergrußes. «Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ist erforderlich, dass der Symbolgehalt des verbotenen Kennzeichens von einer nicht überschaubaren Anzahl von Personen zur Kenntnis genommen werden kann», begründete die Justizsprecherin.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Staatsanwaltschaft war auch, dass die Videoaufnahmen nicht verwertbar waren - die Persönlichkeitsrechte der ohne Wissen gefilmten Menschen hätten hier Vorrang, hieß es. Zudem wurden Ermittlungen im Bereich der Sexualdelikte eingestellt, da Vorwürfe auf «Hörensagen» basierten.

Rhein-Neckar-Verkehr (rnv) hatte auf die Affäre mit Entlassungen reagiert. Zwei Mitarbeitern war gekündigt worden, bei drei weiteren gab es einen Aufhebungsvertrag. Ein Mitarbeiter wurde abgemahnt.

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Erstellt:
21. Februar 2018, 16:09 Uhr
Aktualisiert:
21. Februar 2018, 15:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2018, 15:30 Uhr

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