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Historische Tränen
Die finale Übung: Bei ihrem Auftritt am Boden wusste Sophie Scheder schon, dass ihr der Sieg kaum mehr zu nehmen ist. Foto: Eibner
Turnen: Sophie Scheder sichert in Stuttgart ersten Weltcup-Sieg

Historische Tränen

Doppelerfolg für die deutschen Turner beim Mehrkampf-Weltcup in Stuttgart: Sophie Scheder gewann die Damen-Konkurrenz, 24 Stunden später gelang ihrem Teamkollegen Andreas Bretschneider der Sieg.

21.03.2016
  • MANUELA HARANT

Stuttgart. "Kiss and Cry" nennt sich beim DTB-Pokal in Stuttgart die Zone, in der die Turnerinnen beim Weltcup-Finale auf ihre Wertungen warten. Und als die letzte Wertung von Sophie Scheder aufleuchtet, weinen hier eigentlich alle: Bundestrainerin Ulla Koch, Heimtrainerin Gabi Frehse und natürlich Sophie Scheder selbst. Schließlich hat sich die 19-Jährige, die Turnerin aus Chemnitz, als erste deutsche Weltcup-Gewinnerin, beim DTB-Pokal in Stuttgart in die Geschichtsbücher eingetragen.

"Da ist alles von mir abgefallen", gestand Scheder, die vor mittelmäßiger Zuschauerkulisse in der Porsche-Arena nur mit Außenseiterchancen im Feld der acht Weltklasse-Turnerinnen gestartet war. Doch schon ab dem zweiten Gerät, dem Stufenbarren, lag Scheder vorne, verteidigte die Führung mit einer Weltklasse-Balkenübung und erkämpfte sich trotz großer Nervosität am Boden den Sieg mit 57,032 Punkten deutlich vor der Kanadierin Isabela Onyshko (56,665).

Die Tränen waren aber auch eine Folge der Genugtuung: Sophie Scheder hatte bei der WM in Glasgow durch einen Sturz im Barren-Finale eine mögliche Goldmedaille verschenkt und war stattdessen nur Achte geworden. "Das war tragisch, was ich da gemacht habe", sagte Scheder, deren Teamkollege Andreas Bretschneider gestern ein ähnlich überraschender Weltcup-Erfolg gelang. Der 26-Jährige kam auf 87,032 Punkte vor dem WM-Zweiten Danell Leyva aus den USA (86,631).

Die Verlegung des DTB-Pokals von November auf März wurde von den Zuschauern angenommen, jeweils 5000 Zuschauer strömten zu den Finals am Samstag und Sonntag. Da allerdings die Topstars fehlten, stellt sich die Frage, wie der Weltcup sportlich wieder interessanter wird. So gibt es ein Konzept, das vorsieht, die drei Erstplatzierten des Mehrkampf-Weltcups und die jeweiligen Sieger der Geräte-Weltcups mit Olympia-Tickets zu belohnen. Im Mai will der Weltverband FIG darüber abstimmen.

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21.03.2016, 08:30 Uhr
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