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Landkreise, Verbände und Kammern fordern schnellen Ausbau der B 311

Hilferuf aus dem Süden

Den Verkehr auf der Bundesstraße 311 von Ulm bis Freiburg haben Landkreise, Verbände und Kammern untersuchen lassen. Das Ergebnis stützt ihre gemeinsame Forderung nach einem Ausbau der Strecke.

08.12.2015
  • PETRA WALHEIM

Sigmaringen. Wären die Pläne aus den 1970er Jahren umgesetzt worden, könnten Auto- und Lastwagenfahrer von Ulm bis Freiburg auf einer Autobahn zügig dahingleiten. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen wurde die Ost-West-Strecke zur Bundesstraße 311. Bis heute quält sich der Verkehr auf der mehr als 200 Kilometer langen Strecke durch Ortschaften, schleichen Autofahrer hinter Schlangen von Lastern her.

Das muss dringend geändert werden, fordern die Landräte der Kreise Alb-Donau, Biberach, Sigmaringen und Tuttlingen, Vertreter der Regionalverbände Donau-Iller und Bodensee-Oberschwaben, teilen die Industrie- und Handelskammern (IHK) Ulm, Bodensee-Oberschwaben und Schwarzwald-Baar-Heuberg mit. Sie kämpfen erstmals gemeinsam dafür, dass mit die wichtigste Ost-West-Verbindung im Land in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) und in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird.

"Die Region kämpft mit einer Stimme für den Ausbau der so wichtigen Ost-West-Achse", sagte gestern Sigmaringens Landrätin Stefanie Bürkle. Um die Forderung mit guten Argumenten untermauern zu können, hat die Region eine Verkehrs- und Raumwirksamkeitsanalyse machen lassen. Ein Ergebnis daraus ist, dass die Verkehrsinfrastruktur mit der Wirtschaftskraft und deren Entwicklung nicht übereinstimmt - zum Schaden der wirtschaftlichen Entwicklung. Das bestätigt Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm: "Es gibt eine große Unzufriedenheit in der Unternehmerschaft mit der verkehrlichen Anbindung." Sälzle sieht "dringen Handlungsbedarf". Ein weiteres Ergebnis ist, dass die B 311 eine atypische Bundesstraße ist, auf der der Lkw-Anteil in Spitzenzeiten fast 30 Prozent beträgt. Das entspricht mehr als dem Vierfachen des Landesschnitts von sieben Prozent und liegt sogar über dem Schnitt auf Autobahnen (15 Prozent).

Abhilfe schaffen soll eine Trasse, die zwischen Meßkirch und Mengen die B311, die B313 und die B32 bündelt und Nadelöhre wie Krauchenwies und Göggingen entschärft. Der Bau dieser Trasse, aber auch der weitere Ausbau der B312 nach Memmingen soll in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Der wird derzeit im Bundesverkehrsministerium für die nächsten 15 Jahre aufgestellt. "Jetzt gilt s", sagte CDU-Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß. Gelinge die Aufnahme in den BVWP nicht, passiere in den nächsten 15 Jahren nichts. Bareiß und seine Kollegen Heinz Wiese, Klaus Burger und Josef Rief kämpfen mit der Region um den Ausbau. Doch die Konkurrenz ist groß. Bundesweit werden 2000 Vorhaben für den Verkehrswegeplan angemeldet.

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08.12.2015, 08:30 Uhr
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