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Hilfe für Syrien
Ausgebombt: Syrische Flüchtlingskinder demonstrieren vor dem britischen Parlament in London für Hilfe. Foto: dpa
Geberkonferenz in London beginnt - Milliardenzusagen erwartet

Hilfe für Syrien

Inmitten der humanitären Katastrophe in und um Syrien beklagen Hilfsorganisationen fehlende Unterstützung. Von der Geberkonferenz in London fordern sie entschlossene Hilfe - doch ob die kommt, ist fraglich.

04.02.2016
  • SWP

Düsseldorf. Bei der Syrien-Geberkonferenz in London ringt die internationale Gemeinschaft heute um Milliardenzusagen für die notleidende Bevölkerung, für Flüchtlinge und für Syriens Nachbarländer. Auf Einladung Deutschlands, Großbritanniens, Norwegens, Kuwaits und der Uno kommen mehr als 70 Regierungsvertreter zusammen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist offenbar mit der Zusage weiterer Millionen an. Regierungssprecher Steffen Seibert kündigte an, Berlin werde seine "finanziellen Zusagen substanziell erhöhen". Zahlen nannte er nicht, doch nach Berichten der "Rheinischen Post" soll die Summe für die UNHCR-Flüchtlingshilfe im laufenden Jahr um 500 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden angehoben werden.

Ein internationales Bündnis von Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen forderte die Geberländer zu einem "mutigen Plan" zur Unterstützung der syrischen Flüchtlinge und der Aufnahmeländer in der Region auf. Dabei gehe es nicht nur um Geld, erklärte das Bündnis, zu dem unter anderem Oxfam und Amnesty International gehören: "Die Regierungen müssen mehr tun, um den Syrern zu helfen, in größerem Handlungsspielraum würdig zu leben." Um das Leid zu stoppen, müssten die Regierungen vor allem auf ein Ende des Krieges dringen.

Die Not in Syrien ist groß. Nach fünf Jahren Krieg sind 22,2 Millionen Menschen auf internationale Hilfe angewiesen: 13,5 Millionen im eigenen Land, dazu 4,7 Millionen Flüchtlinge und gut vier Millionen Bürger der Staaten, die die meisten Flüchtlinge beherbergen. "Ohne massive Hilfe schaffen wir es nicht mehr", sagt Jordaniens König Abdullah. Mehr als 7,7 Milliarden US-Dollar (7 Milliarden Euro) an Hilfsgeldern werden gebraucht.

Doch wie viel zusammenkommt, ist offen. Dabei ist das von der Uno gemeinsam mit allen Hilfsorganisationen vor Ort geschnürte Paket knapp bemessen. Obwohl die Lage immer schlimmer wird, beantragen die Helfer weniger Geld als bei der Geberkonferenz 2015. Aber: Von den damals geforderten 8,4 Milliarden Dollar sagten Geber vergangenes Jahr nur 5,7 Milliarden zu. Und von denen wiederum wurden mehr als 382 Millionen Dollar zwar versprochen aber nicht gezahlt.

Wenig spricht dafür, dass die Verlässlichkeit der Geber diesmal größer sein wird. So lud Deutschland Ende September am Rand der UN-Generalversammlung zu einer Geberkonferenz mit anderen Industrienationen. Danach erklärte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD): "Ich bin froh über die Unterstützung in Höhe von mehr als 1,8 Milliarden Dollar."

Doch wer da genau was zugesagt hat, ist bis heute unklar. Axel Bisschop, Finanzchef beim Flüchtlingshilfswerk UNHCR, erklärte zwei Monate nach dem Treffen: "Wir haben bis jetzt noch keine Liste aller Länder, in denen stünde, was sie zugesagt haben und wann sie es zahlen wollen." Für die Helfer ist es damit umso schwieriger, ihr lebensrettendes Geschäft zu planen. Das kostet Zeit, Geld und im schlimmsten Fall Menschenleben.

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04.02.2016, 08:30 Uhr
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