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Impact Investing

Hier zählt Wirkung statt Rendite

Viele Start-ups wollen soziale und ökologische Probleme lösen. Auch Investoren interessieren sich dafür.

18.02.2019

München. Eine Alge gegen Mangelernährung in der Wüste Kenias oder Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen – viele Start-ups widmen sich nicht nur dem eigenen Wachstum, sondern vor allem der Lösung von sozialen oder ökologischen Problemen. Das Geld dafür kommt von Investoren, denen die Rendite häufig weniger wichtig ist als die Wirkung.

Impact Investing – wirkungsorientiertes Investieren (WI) – heißt diese Form der Anlage. In Deutschland ist sie bislang eine Nische. Doch die Investitionssummen sind laut Experten in den vergangenen Jahren gestiegen.

Aktuelle Zahlen basieren auf einer Umfrage, die das Global Impact Investing Network (GIIN), ein weltweiter Zusammenschluss entsprechender Anleger, 2018 mit mehr als 220 Investoren durchgeführt hat. Sie gaben an, im Jahr 2017 insgesamt rund 35,5 Mrd. Dollar (31,43 Mrd. EUR) in solche wirkungsorientierten Start-ups investiert zu haben. Für das vergangene Jahr hatten sie mit einer Erhöhung der Investments von rund 8 Prozent geplant.Für Deutschland errechnete die Bertelsmann Stiftung eine Investitionssumme von rund 70 Mio. EUR für Ende 2015 nach jüngsten vorliegenden Zahlen. „Obwohl die Anfänge des WI-Marktes in Deutschland bereits über zehn Jahre zurückliegen, zeigt unsere Recherche, dass sich der deutsche WI-Markt noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet“, heißt es in der Studie.

Messbare Wirkung erzielen

Hierzulande unterstützen vor allem zwei Fonds entsprechende Projekte: Ananda Impact Ventures sowie Bonventure, beide mit Sitz in München. Im kommenden Jahr läuft bei Bonventure ein Fonds mit einem Volumen von 22,3 Mio. EUR aus, weitere sollen aufgelegt werden – in Höhe von bis zu 50 Mio. EUR, sagt Bonventure-Sprecher Jochen Herdrich. „Bei den Themen bleiben wir offen: Bildung, Inklusion, aber auch Pflege oder Projekte im Gesundheitsbereich kommen in Frage“, sagt er.

Die Motivation ist bei Anlegern und Unternehmern häufig die selbe: „Vielen Gründern ist es immer wichtiger, nicht das nächste Facebook zu sein, sondern auch die Welt zu verbessern“, sagt Petrick. Nachhaltige Investitionen gibt es schon lange. Sie zielen aber häufig darauf, bestimmte Anlagen auszuschließen, die solchen Kriterien nicht entsprechen. Also etwa Firmen, die die Umwelt verschmutzen, mit Waffen handeln oder Tabak verkaufen.

Beim Impact Investing liegt der Fokus auf einer messbaren Wirkung. „Wirkungsorientiertes Investieren bedeutet, Geld mit der Aussicht auf finanzielle und soziale Rendite anzulegen“, heißt es bei Phineo. dpa

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Erstellt:
18. Februar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Februar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2019, 06:00 Uhr

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