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Duell der Ballermänner

Heute treffen Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic aufeinander

Gewohnt selbstbewusst geht Zlatan Ibrahimovic mit Paris St. Germain ins Spiel gegen Madrid. Bei Real ist Cristiano Ronaldo im Sturm auf sich allein gestellt - für den Superstar ist das aber kein Problem.

21.10.2015
  • SID

Paris Weltfußballer Cristiano Ronaldo wird ausgerechnet im brisanten Duell der Superstürmer mit Tor-König Zlatan Ibrahimovic im Prinzenpark zum Einzelkämpfer. "Cristiano allein gegen die Gefahr", titelte die Sporttageszeitung Marca vor dem heutigen Spitzenspiel der Gruppe A in der Champions League zwischen Paris St. Germain und Real Madrid (20.45 Uhr/Sky) und rief den Notstand aus.

Die Sorge ist groß, dass der Tabellenführer der Primera Division seinem derzeitigen Personal-Notstand im Angriff ausgerechnet gegen den französischen Meister um Ibrahimovic Tribut zollen muss. Besonders die Diskussionen über das Fehlen von Stürmer Gareth Bale (Wadenblessur) verdeutlichen die angespannte Situation im Lager des Teams um Weltmeister Toni Kroos.

"Bale kaputt", schrieb AS und übte Kritik daran, dass der Waliser Bale vor einer Woche trotz Problemen noch das unbedeutende EM-Qualifikationsspiel seines Nationalteams gegen Andorra (2:0) bestritten hat: "Dafür bezahlt er jetzt."

Weil dazu unter anderem auch noch die verletzten Karim Benzema und James Rodriguez ausfallen, ruhen die Offensiv-Hoffnungen der Königlichen wie sooft auf Superstar Ronaldo. Der charismatische Portugiese schoss sich auf das Duell gegen Ibrahimovic mit seinem insgesamt 324. Tor im Real-Trikot ein, das er am vergangenen Wochenende gegen UD Levante (3:0) erzielte. Damit überflügelte "CR7" Ikone Raul (323) und ist jetzt alleiniger Rekordtorjäger des Klubs.

Doch einen "King Zlatan" kann das nicht schocken. "Auch wenn ich älter werde, fühle ich, dass ich immer noch stärker werde", sagte Ibrahimovic. In 137 Partien für Paris gelangen "Ibrakadabra" seit 2012 110 Treffer - darunter 24 Doppelpacks. "Ich bin eben wie ein guter Wein: Je älter, desto besser", meinte der 34-Jährige und verriet, dass er noch "Hunger" auf dem Feld verspüre: "Ich will immer noch mehr."

Dem Exzentriker mit der Tor-Garantie dürfte noch in schlechter Erinnerung sein, wie er die WM-Teilnahme 2014 mit Schweden in den Playoffs ausgerechnet gegen Portugal und Ronaldo verspielte. Im Rückspiel traf Ibrahimovic zweimal - aber der Wahl-Madrilene eben dreimal. Auch für Paris-Profi Angel Di Maria ist die Partie gegen seinen Ex-Klub etwas ganz Besonderes. "Sollte mir ein Treffer gelingen, werde ich ihn nicht groß feiern. Ich war zu lange bei Real Madrid und habe dem Verein viel zu verdanken", sagte der Argentinier. Zwischen 2010 und 2014 spielte Vizeweltmeister Di Maria bei den Spaniern.

St. Germain-Coach Laurent Blanc, der heute im Tor wohl wieder auf den zuletzt verletzten ehemaligen Frankfurter Kevin Trapp (Oberschenkel) zurückgreifen kann, schob den Gästen die Favoritenrolle zu. Real sei in der Champions League "einer der ganz großen Titel-Favoriten".

Doch derzeit ist beim spanischen Rekordmeister nicht alles Gold, was glänzt. Es rumort. So sollen die Profis sich in einer internen Abstimmung mit 23:2 Stimmen gegen den Mannschaftsarzt Dr. Jesus Olmo ausgesprochen haben. Dem Mediziner wird vorgeworfen, Interna aus der Mannschaft an den Vorstand weitergetragen zu haben. Offenbar hatte Kapitän Sergio Ramos die Abstimmung initiiert.

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21.10.2015, 12:00 Uhr
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