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Heute ist Welt-Aidstag: Fakten zur Immunschwächekrankheit

01.12.2015
  • SWP

1. Dezember Weltweit leben etwa 36.9 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2 Millionen kommen pro Jahr dazu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen

Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Darauf macht der Welt-Aids-Tag aufmerksam, der seit 1988 immer am 1. Dezember begangen wird.

Ursache Das Humane Immunschwächevirus (HIV) ist die Ursache für die Krankheit Aids. Es wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und infizierte Injektionsnadeln übertragen. Das Virus ist sehr wandlungsfähig. Viele Tests für einen Impfstoff sind bisher gescheitert.Der Erreger legt unter anderem bestimmte Immunzellen lahm. Deshalb kann das Abwehrsystem des Körpers Krankheitserreger wie Bakterien und Viren nicht mehr wirkungsvoll bekämpfen. Selbst harmlose Infektionen können so zur tödlichen Bedrohung werden.

Medikamente Nach einer erkannten HIV-Infektion lassen sich Ausbruch und Symptome von Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome, Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) mit verschiedenen Medikamenten bekämpfen. Die Kombination solcher Arzneien kann die Vermehrung des Erregers im Blut verhindern. Lebensqualität und -erwartung der Patienten sind durch diese Therapien deutlich gestiegen.

Unwissen Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) wissen in Deutschland etwa 13200 von 83400 Menschen mit HIV/Aids nichts von ihrer Infektion. Dabei raten Experten inzwischen dazu, so früh wie möglich mit einer Therapie zu beginnen. Die Deutsche Aids-Hilfe will sich für mehr Tests engagieren. "Wir wollen besser werden und unsere anonymen und kostenlosen Testangebote ausbauen", kündigt Referent Armin Schafberger an. Doch nicht jeder will sich überprüfen lassen. "Vor allem Angst vor Diskriminierung und der Glaube, mit HIV sei ein erfülltes Leben nicht mehr möglich,

halten Menschen vom HIV-Test ab", erläutert Vorstandsmitglied Ulf-Arne Hentschke-

Kristal. dpa

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01.12.2015, 08:30 Uhr
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