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Nahverkehr

Hesse-Bahn bleibt ein Zankapfel

Das Land soll zwischen den Beteiligten aus der Region Stuttgart und dem Kreis Calw vermitteln.

11.10.2019

Von DANIEL GRUPP

Uwe Lahl (l.) hat sich im August mit Landrat Helmut Riegger an der Bahn-Baustelle getroffen. Foto: Landratsamt Calw

Stuttgart. Der Interessenskonflikt zwischen der Region Stuttgart und dem Landkreis Calw schwelt weiter. Es geht um den Bau der Hermann-Hesse-Bahn (HHB) von Calw nach Renningen (Kreis Böblingen) und – im Gegenzug – den Weiterbau der S-Bahn von Weil der Stadt bis Calw. Vertreter der Region, vor allem aus dem Kreis Böblingen, befürchten, dass die Calwer Pläne den Weiterbau der S-Bahn behindern. Die Stadt Renningen beklagt vor Gericht, dass Renningen Endstation der HHB wird.

Das Verkehrsministerium des Landes unterstützt die Wiederinbetriebnahme der 1988 stillgelegten HHB-Strecke – politisch und finanziell. Im Verkehrsausschuss des Regionalverbands forderte Bernhard Maier (Freie Wähler) vom anwesenden Amtsleiter des Ministeriums, Uwe Lahl, im Konflikt zu vermitteln. In der Region werde der Betrieb der HHB bis Weil der Stadt akzeptiert, aber nicht bis Renningen, sagte Maier. Wegen des eingleisigen Abschnitts zwischen den beiden Orten befürchtet er Nachteile für die S-Bahn. Ziel sei eine Sprinter-S-Bahn bis Calw. Wichtig sei, dass es schnell geht, erklärte Sabine Kober (Grüne). Sie fordert rasche Verhandlungen. Wobei Bernhard Maier bezweifelte, dass die Calwer Seite zu Verhandlungen bereit ist.

Tatsächlich bleibt man dort reserviert. Calw erwartet, dass 2023 die HHB Fahrt aufnimmt, sagt Anja Härtel, die im Landratsamt für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Die Umsetzung sei absehbar. Der VRS habe hingegen bisher weder ein Konzept noch Finanzierungs- oder Zeitpläne. „Wir wollen unser Konzept weiter verfolgen.“ Bei der S-Bahn hingegen sei „noch alles offen“.

Die Calwer steuern wegen der Wirtschaftlichkeit der HHB Renningen an. Erst wenn sich die Bahn wirtschaftlich lohnt, darf das Land die Zuschüsse gewähren. Überlegungen gehen jetzt dahin, die Verbindung Stuttgart – Calw als Gesamtprojekt in zwei Schritten zu sehen. Davon wäre eine HHB bis Weil der Stadt der erste Schritt. „Dazu braucht es aber klare vertragliche Regelungen, dass die S-Bahn auch kommt“, sagt Lahl. Darüber sollen die Beteiligten im Ministerium verhandeln. Daniel Grupp

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Erstellt:
11. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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