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Herzen gegen den Hass
Deutsch für Anfänger: Der syrische Flüchtling Firas Alshater erklärt Land und Leute. Foto: Screenshot Youtube
Youtube

Herzen gegen den Hass

03.02.2016
  • CHRISTIAN NICK

Brennende Asylheime, pöbelnde Migranten, verbale Brandstiftung bezüglich Schüssen auf Flüchtlinge: Mit dem herzlichen Umgang tun sich einige Neu- und Altbürger durchaus schwer. Nicht so Firas Alshater. Der junge Syrer herzt die Menschen gerne - und hat darüber ein Youtube-Video gedreht, das der Auftakt zu einer Serie sein soll, die Deutschland aus Sicht eines Flüchtlings erklärt.

"Wie sind die Deutschen eigentlich?", fragt sich Firas alias "Zukar" (Zucker), den seine regimekritischen Filme in Aleppo ins Gefängnis gebracht hatten, ehe er vor zweieinhalb Jahren nach Berlin kam.

Also wagte er ein Experiment - und stellte sich auf den Alexanderplatz. Mit verbundenen Augen - und einem Schild mit der Aufschrift "Ich bin syrischer Flüchtling. Ich vertraue Dir. Vertraust Du mir? Umarme mich!"

Zunächst indes stand der vollbärtige Menschenfreund bei seiner Aktion, die gleicherweise symbolisch wie zeitgerafft Hemmschwellen des Integrationsprozesses versinnbildlicht, alleine da. "Wartete, und wartete, und wartete." Kritisch beäugt vom Straßenvolk, das zunächst allenfalls aus der Distanz Smartphones zückte, statt völkerverständig auf Tuchfühlung zu gehen.

Ähnlich war es schon jenem Moslem ergangen, der sich nach dem Anschlag gegen die Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo auf das Pflaster New Yorks gestellt - und den Flüchtlings-Youtuber auf die Idee zu dem Sozialexperiment in der Hauptstadt gebracht hatte.

Aber nach dem ersten "Selfie" mit einem Passanten war das Eis dann gebrochen, das lange Warten auf Körperkontakt Herz an Herz beendet. Und dann gaben sich die Herzer die Klinke in die Hand.

Das durchweg verständnisvolle Resümee des Exil-Erklärers: Die Deutschen brauchen halt bisweilen ein bisschen länger. Dabei gelten zumindest die Berliner doch als aufgeschlossen. Wie lange Firas wohl im Schwabenland auf die erste Umarmung hätte warten müssen. . . ?

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03.02.2016, 07:00 Uhr
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