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Ulm

«Herz aus Stein» für Forscher der Uni Ulm

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche hat Wissenschaftlern der Universität Ulm den Negativpreis «Herz aus Stein» für den schlimmsten Tierversuch 2018 verliehen.

02.04.2019

Von dpa/lsw

In einem Labor wird eine Labormaus für einen Versuch vorbereitet. Foto: Jan-Peter Kasper/Archivbild dpa/lsw

Ulm. Die betroffenen Forscher lehnten die Annahme bei der auf dem Campus geplanten Übergabe am Dienstag jedoch ab, wie eine Sprecherin der Uni mitteilte.

Die Ulmer Forscher hatten Mäuse Tabakrauch ausgesetzt und ihnen anschließend unter Narkose Verletzungen zugefügt, wie sie bei einem Verkehrsunfall entstehen könnten. Laut Universität wollten die Forscher damit die Lungenkrankheit COPD simulieren, die häufig bei Rauchern auftritt. Betroffene hätten ein mehrfach erhöhtes Risiko, nach Traumata wie einem Unfall an Lungenversagen zu sterben. Die Versuche seien von einer Kommission des Regierungspräsidiums Tübingen vorab geprüft und genehmigt worden.

«Für uns lassen sich diese Versuche weder ethisch rechtfertigen noch mit Sinnhaftigkeit. Letzteres allein schon nicht, da sich Mäuse in Anatomie, Physiologie und Immunologie so stark vom Menschen unterscheiden, dass ihre Reaktion völlig anders ausfällt», so eine Sprecherin von Ärzte gegen Tierversuche.

Nach einer Vorauswahl durch die bundesweite Vereinigung konnte bei einer Online-Abstimmung der Empfänger des «Herz aus Stein» gewählt werden. Insgesamt gingen rund 5300 Stimmen ein.

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Erstellt:
2. April 2019, 17:39 Uhr
Aktualisiert:
2. April 2019, 17:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. April 2019, 17:30 Uhr

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