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Schulen

Hermann will Unterricht nach hinten verschieben

Der Verkehrsminister setzt sich für eine morgendliche Entzerrung ein. Kultusministerin Eisenmann äußert sich zurückhaltend.

12.06.2019

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will den Unterrichtsbeginn an Schulen nach hinten verschieben und zeitlich staffeln. Davon verspricht er sich eine Entzerrung des morgendlichen Verkehrs. „Die Schulen sollten zum Teil später anfangen und vor allem gestaffelt“, sagte Hermann dieser Zeitung.

„Wir müssen es schaffen, unsere Transportkapazitäten effizienter und zeiteffektiver zu nutzen. Das könnte gelingen, wenn wir den Schulbeginn besser verteilen“, erklärte er seinen Vorstoß. „Die größte Entzerrung wäre, wenn endlich nicht mehr überall der Schulbeginn ungefähr um 7.45 Uhr wäre.“

Hermann, selbst früher Lehrer, verwies auch auf wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigten, „dass viele Kinder morgens vor acht Uhr noch gar nicht richtig wach sind und die echte Aufnahmefähigkeit erst ungefähr ab neun Uhr beginnt“. Auch deshalb sei es „viel klüger, wenn der Unterricht an einem Teil der Schulen erst ab neun oder halb zehn beginnen würde“. Er habe das Thema bereits mit Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) besprochen. „Die findet das auch gut“, sagte er.

Eisenmann sagte: „Eine Entzerrung des morgendlichen Verkehrs, vor allem in den Städten, halte ich für sinnvoll.“ Sie wolle Überzeugungsarbeit leisten, dass Eltern ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule bringen. Zum späteren Unterrichtsbeginn äußerte sich Eisenmann zurückhaltend. Das regle die jeweilige Schule vor Ort selbst.

Auch der Landesschülerbeirat befasst sich mit dem Thema. Vergangene Woche hörte das Gremium einen Schlafmediziner. Der Beiratsvorsitzende Leandro Cerqueira Karst sagte: „Ein späterer und gestaffelter Unterrichtsbeginn kann sinnvoll sein.“ Jedoch gelte es, vieles zu beachten. Etwa müsste man Schüler anhalten, nicht später ins Bett zu gehen. „Sonst besteht der Schlafmangel trotzdem.“ An Baden-Württembergs Schulen legen Schulkonferenzen – also Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler – den jeweiligen Unterrichtsbeginn fest.

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16%
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Erstellt:
12. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2019, 06:00 Uhr

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