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Stuttgart 21 ist längst ein Machtprojekt

Hermann sieht wenig Chancen für Einlenken der Bahn

Die Bahn hat noch immer nicht alle Kosten und Risiken des Projekts Stuttgart 21 genannt, kritisiert Winfried Hermann. Der Landesverkehrsminister ist überzeugt, dass der Rahmen von 4,5 Milliarden Euro überschritten wird.

24.08.2011

Von Renate Angstmann-Koch

Tübingen. Der 59-jährige Politiker hat am Wochenende seine Zelte in Tübingen abgebrochen und ist nach Stuttgart gezogen. Von seiner Wohnung kann er zu Fuß in sein Büro gehen, „ich realisiere individuell das Leitbild der Stadt der kurzen Wege“. Seine in Berlin wohnende Familie folgt in den nächsten Tagen nach.

Eigentlich kam Winfried Hermann am Montag zum TAGBLATT, um Rückschau auf zwölfeinhalb Jahre als Tübinger Bundestagsabgeordneter zu halten. Doch Stuttgart 21 beherrschte das Gespräch.

Die von Schlichter Heiner Geißler als Kompromiss vorgeschlagene Kombination von Tief- und Kopfbahnhof bliebe nach den Berechnungen des Verkehrsministeriums unter 4,5 Milliarden Euro, sagt Hermann. Nicht so Stuttgart 21, die Finanzierung sei die Achillesferse des Projekts.

Die Volksabstimmung ist für Ende November/Anfang Dezember geplant – je nachdem, wie lang der Staatsgerichtshof braucht, um über die absehbare Klage der Opposition zu befinden. Der Verkehrsminister rechnet nicht mehr mit einem Umdenken der Bahn: „Ich bin relativ sicher, dass es eine Ansage der Kanzlerin gibt, dass man doch mal sehen wolle, wie die in Stuttgart mit dem Konflikt umgehen.“ Der Tiefbahnhof sei längst zum Machtprojekt geworden.

Einen ausführlich Bericht, in dem Hermann auch Stellung zu den Pannen zum Beginn seiner Amtszeit nimmt, gibt es am Mittwoch im TAGBLATT und der TAGBLATT-App.

Alles zum Thema gibt es auf www.tagblatt.de/stuttgart21.

Interview zu Stuttgart 21 mit Verkehrsminister Winfried Hermann
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Interview zu Stuttgart 21 mit Verkehrsminister Winfried Hermann --

03:48 min

Landesverkehrsminister Winfried Hermann bleibt dabei: „Stuttgart 21 ist ein zu wenig guter Bahnhof für viel zu viel Geld.“ Bild: Faden

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Erstellt:
24. August 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
24. August 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. August 2011, 12:00 Uhr

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