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Mobilität

Hermann: Rastatt Alarmzeichen für S21

Grüner Verkehrsminister kritisiert die Bahn und die Autobosse.

02.09.2017
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sieht die Tunnelhavarie in Rastatt auch mit Blick auf das Milliardenprojekt Stuttgart 21 mit Sorge. „Die Bahn muss Rastatt als deutliches Alarmzeichen für Stuttgart 21 verstehen, Baurisiken zu minimieren und zu vermeiden“, sagte Hermann der SÜDWEST PRESSE. „Wir werden daher bei der nächsten Lenkungskreis-Sitzung beim Bauträger Bahn sehr deutlich nachfragen, wie es mit der Bewältigung und der Minimierung der Risiken aussieht.“ Rastatt sei eine vergleichsweise einfache Baustelle. „S21 ist viel komplexer – mit viel mehr Röhren und viel problematischeren Ausgangsbedingungen.“

Kritik übt der Grüne am Umgang der Industrie mit der Dieselaffäre. „Mir kommen immer wieder Zweifel, ob alle Autobosse verstanden haben, was Sache ist. Ich vermisse bei vielen Verantwortlichen des Dieselgate Demut und Selbstkritik, Aufklärungswillen und Konsequenzen.“ Die Krise könne aber eine Chance sein, „wenn sie als Aufruf verstanden wird, die Transformation einzuleiten“. Wer „Schutzzäune um alte, dreckige Dieselfahrzeuge bauen“ wolle, schade dem Standort. „Denn die Arbeitsplätze in der Autoindustrie sind am meisten gefährdet, wenn unsere Firmen bei den neuen Mobilitätstechnologien nicht an der Spitze stehen.“ Wie das Land mit dem Luftreinhalte-Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart umgehen will, ließ Hermann offen. rol

Südwestumschau

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02.09.2017, 06:00 Uhr
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