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Skispringen

Heiße Flüge in Hinterzarten

Beim Sommer-Grand-Prix ist die Weltelite im Schwarzwald zu Gast.

27.07.2018
  • JOACHIM HAHNE

Hinterzarten. Nach dem Auftaktspringen des Fis Sommer Grand Prix in Wisla/Polen gastiert der Weltcup-Zirkus der Skispringer am letzten Juli-Wochenende im Hochschwarzwald. Für die Herren ist das Einzelspringen von der Adlerschanze bereits der zweite Wettkampf – die Frauen steigen in Hinterzarten in das Wettkampfgeschehen ein.

Dem Skiclub Hinterzarten als Ausrichter lagen bis Wochenmitte die Nennungen von 59 Springern aus 15 Nationen vor, bei den Ladies haben sich 48 Springerinnen aus zwölf Nationen in die Startlisten einschreiben lassen. Einige der Weltklasse-Athleten werden aber diesmal im Schwarzwald fehlen. Während der Slowene Peter Prevc wegen einer erneuten Knie-Operation passen muss, befindet sich der deutsche Olympiasieger und Bayern-Fan Andreas Wellinger mit dem Fußball-Rekordmeister auf USA-Reise. Dafür treten die vom in Titisee-Neustadt lebenden Trainer Stefan Horngacher trainierten Auftaktsieger aus Polen mit voller Kapelle in Hinterzarten an.

Der Deutsche Skiverband (DSV) wird die Qualifikation mit sieben Springern angehen. Nimmt man die ersten Wettkampfeindrücke von Wisla als Maßstab, ruhen die Hoffnungen auf Karl Geiger. Markus Eisenbichler waren wegen einer dienstlichen Verpflichtung gegenüber seinem Arbeitgeber, der Bundespolizei beim ersten Wettkampf nicht am Start, kehrt nun aber wieder ins Team zurück. Lokalmatador Andreas Wank, noch immer auf Formsuche, wurde für den Schwarzwald Grand Prix nicht nominiert. So ruhen die Schwarzwälder Hoffnungen auf dem Wahl-Breitnauer Stephan Leyhe und dem frisch gebackenen deutschen Meister David Siegel. Dem 22-jährigen Weitenjäger vom SC Baiersbronn wird nach auskurierter Verletzung auf seiner Hausschanze eine Überraschung zugetraut.

Gespannt sein darf man in Hinterzarten auch auf den Auftritt der Österreicher. Das ÖSV-Team wird nach dem Rücktritt von Cheftrainer Heinz Kuttin nun vom ehemaligen Skispringer Andreas Felder trainiert. Andreas Kofler ist nach seiner verletzungsbedingten Pause im Olympiawinter wieder auf der Schanze zurück.

Althaus und Vogt steigen ein

Und wer sind die Favoriten bei den Frauen? In Abwesenheit der norwegischen Olympiasiegerin Maren Lundby darf sich aus DSV-Sicht vor allem die Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang, Katharina Althaus Hoffnungen auf einen Podestplatz machen. Neben der Deutschen Meisterin vom SC Oberstdorf darf sich auch die bei den nationalen Titelkämpfen gleichfalls siegreiche Juliane Seyfarth einige Chancen ausrechnen. Wenn es um einen Spitzenrang geht, ist auch die mehrfache Weltcup-Gesamtsiegerin Sara Takanashi eine ernstzunehmende Anwärterin.

Gleiches gilt für die Degenfelderin Carina Vogt. Die Olympiasiegerin von Sotschi will, nachdem es bei der DM nicht auf das Podest reichte, an gleicher Stelle in die Erfolgsspur zurück. Die Hoffnungen der Schwarzwälder Skisprungfans trägt Ramona Straub. Die Olympia-Achte vom SC Langenordnach überzeugte bei der DM trotz Trainingsrückstand als Fünfte. Joachim Hahne

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27.07.2018, 06:00 Uhr
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