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Kommentar · Identitäre Bewegung

Heimatschutz 2.0

13.08.2016
  • CHRISTOPH FAISST

Berlin. Nun wird die Identitäre Bewegung bundesweit beobachtet. Das ist gut so. Denn mit der Entscheidung, der Einschätzung mehrerer Bundesländer zu folgen, zeigen die Verfassungsschützer, dass sie aus dem zuletzt oft – und oft zu Recht – erhobenen Vorwurf, auf dem rechten Auge blind zu sein, gelernt haben. Nach Jahrzehnten, in denen der Feind links verortet wurde, nehmen die Behörden endlich jegliche Form demokratiefeindlicher Umtriebe ins Visier.

Extremismus ist längst Pop geworden – oder bedient sich zumindest dessen Symbolik, um junge Menschen dort abzuholen wo sie im besten Soziologendeutsch stehen. Es gibt Einschätzungen, nach denen Jugendliche mit bestimmten problematischen Charakterzügen dort andocken, wo ihnen Halt, Orientierung und vor allem ein schlicht gestricktes Weltbild geboten wird. Ob sie dann einer links-, rechts- oder religiös extremen historischen Mission folgen, hängt oft nur damit zusammen, welchem Sektierer sie als Erstes in die Arme laufen.

Die Identitäre Bewegung, die Angst vor Überfremdung als ideologischen Anker benutzt, hat ihre Anfänge in Frankreich und galt in Behördenkreisen lange als Internetphänomen – was unterschwellig hieß, sich der Sache vorerst nicht annehmen zu müssen. Das hat sich geändert. Es ist richtig, dass der Staat nicht wartet, bis ihn Aufmärsche und Gewalt zum späten Handeln zwingen. Einen Heimatschutz 2.0 sollte niemand verschlafen.

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13.08.2016, 06:00 Uhr
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