Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Auseinandersetzung mit Messern und abgebrochenen Flaschen

Heftige Schlägerei am Tübinger Club Schwarzes Schaf

In der Nacht zum Sonntag wurden mindestens vier Männer bei einer Prügelei in der Tübinger Mühlstraße verletzt: Nach Polizeiangaben waren Messer und abgeschlagene Flaschenhälse als Waffen eingesetzt worden. Die Kripo ermittelt – doch dabei stößt sie auf Schwierigkeiten. Noch ist vieles unklar, der Club-Betreiber verspricht Hilfe bei der Aufklärung.

30.07.2017

Von job

Symbolbild: © Ssogras - Fotolia.com

Nach Angaben der Polizei wurden bei einer Prügelei am Schwarzen Schaf in der Mühlstraße mindestens vier Männer verletzt. In der Nacht zum Sonntag gingen gegen 3.45 Uhr mehrere Notrufe ein. Vor dem Club Schwarzes Schaf war es offenbar zu einer heftigen Schlägerei zwischen einer Gruppe junger Männer und den Türstehern gekommen.

Polizei: „Es ging heftig zur Sache“

Dabei sollen nach Polizeiangaben auch Messer und abgeschlagene Flaschen als Waffen benutzt worden sein. „Da ging es heftig zur Sache“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Ordnungskräfte rückten mit etlichen Streifenwagen an. Die Gruppe der jungen Männer sei vor den Eintreffen der Beamten geflohen. Vor der Gaststätte mussten nach Polizeiangaben vier Personen im Alter von 24 bis 27 Jahren wegen Stich- und Schnittwunden ärztlich versorgt werden. Lebensgefahr habe bei keinem der Verletzten bestanden.

Die Kriminalpolizei hat jetzt die Ermittlungen übernommen. Die gestalten sich jedoch schwierig: Von den Verletzten wollte zunächst keiner eine Aussage machen: „Wir wissen nicht, worum es ging“, so der Polizeisprecher, „die Verletzten sind nicht aussagefreudig.“

Betreiber stellt klar: „Unsere Jungs werden aussagen“

Dazu sagt der Betreiber des Schwarzen Schafs, Dimitris Katsaras, gegenüber dem TAGBLATT am Sonntagabend etwas anderes: „Natürlich werden die Jungs aussagen.“ Ihm und seinen Angestellten gehe es darum, dass die Tat schnell aufgeklärt wird: „In der Situation standen alle unter Schock. Ein Kumpel, der Essen vorbeigebracht hat, und zwei Türsteher wurden durch Stichwunden verletzt, überall war Blut.“

Katsaras, der nachträglich hinzukam, macht auch über die Anzahl der verletzten Türsteher eine andere Aussage als die Polizei: „Von uns mussten drei Leute ins Krankenhaus. Wer der Vierte ist, wissen wir nicht.“

Katsaras wohnt über dem Club und schlief bereits, als die Situation vor seiner Musikbar eskalierte: „Die Türsteher haben mich geholt und mir erzählt, was los ist.“ Ihren Aussagen zufolge seien zwei bis drei Junge Männer, die kein Deutsch und nur sehr gebrochenes Englisch sprachen, an der Tür abgewiesen worden. „Mein Cheftürsteher hat mir berichtet, dass sie dann zu acht oder neunt wiederkamen.“

Stiche im Tumult

Dann sei alles sehr schnell gegangen: „Es gab Gerangel, unsere Türsteher haben versucht, die Leute von der Tür wegzudrängen, damit die anderen Gäste rein und raus konnten.“ Wo die Stiche herkamen, sei im Tumult nicht zu erkennen gewesen: „Als ich runter bin, war der Boden voller Blut und von uns lagen drei Leute mit Verletzungen auf dem Boden.“ Katsaras bekräftigte, alles tun zu wollen, um die Sache schnell aufzuklären: „Ich bin völlig schockiert. Ich weiß gerade auch noch nicht, wen ich jetzt an meine Tür stellen soll.“/loz

Zum Artikel

Erstellt:
30. Juli 2017, 13:01 Uhr
Aktualisiert:
30. Juli 2017, 13:01 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2017, 13:01 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Karte

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+