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Kusterdingen Wankheim

Hanebüchen

Die Nakba-Ausstellung zur Vertreibung arabischer Palästinenser ist noch bis 2. März in der Volkshochschule in Reutlingen zu sehen (19. und 28. Januar, Reutlinger Blatt). Dazu gab es zahlreiche Leserbriefe, unter anderem von Stefan Dipper am 7. Februar, der Leserbriefschreiber Helmut Schulz kritisierte.

09.02.2019

Von Helmut Schulz, Kusterdingen Wankheim

Guten Tag Herr Dipper, etwas anderes habe ich gar nicht erwartet, einschließlich der massiven Unterstellungen. Ich habe – entgegen der Überschrift – Frau Rumpf nicht kritisiert, sondern nur Fakten festgehalten. Zwei Dinge:

1. Sie flicken Verstorbenen am Zeug. Nicht die feine englische Art, meinen Sie nicht? Großvater sprach fließend Arabisch, genügend Hebräisch und hatte arabische Freunde. Die Araber hätten ihm brühwarm erzählt, wenn da was Unrechtes geschehen wäre. Auf seinem Motorrad kam er viel im Land herum. Auch nach Jerusalem zum Hospital, das heute noch steht.

2. Was viel schwerwiegender ist: Nirgends ist von den Gefühlen der Araber die Rede, von Seelenleben schon gar nicht. Es ist schmerzhaft genug, wenn der Araber Land und Besitz verliert, aber das Ärgste ist, wenn er seine Ehre verliert. Durch die Ausstellungen und Vorträge wird er zum Opfer gestempelt, zum Verlierer und zum Almosenempfänger. Sie nehmen ihm den Rest von Würde. Ob die Araber das jemals verzeihen? Ich glaube nicht und kann's ihnen nicht verdenken.

Eigentlich ist es sinnlos, auf Ihre hanebüchenen Behauptungen einzugehen. Wie hätte denn das Erdbodengleichmachen ohne Aufsehen vonstatten gehen sollen? Na ja, man kann ja alles überbauen und den ersten Nahostkrieg zehn Jahre vorverlegen. Mit dem ,Entvölkern‘ hat es nicht geklappt, probieren wir‘s mit Plattmachen.

Eins noch: Die Wörter Zionismus, Zionisten, zionistisch stammen aus dem Vokabular der Hetze, damals wie heute. Entschuldigung, Herr Lenz.

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Erstellt:
9. Februar 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Februar 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Februar 2019, 01:00 Uhr

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