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Handwerk will Flüchtlingen Lehre anbieten

Das Handwerk will in den nächsten zwei Jahren 10 000 junge Flüchtlinge zu einer Ausbildungsstelle verhelfen. Die Arbeitsagenturen helfen dabei.

06.02.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. 17 000 Ausbildungsplätze sind allein 2015 im Handwerk unbesetzt geblieben; in den beiden Jahren zuvor waren es noch mehr. Daher setzt die Branche auf junge Flüchtlinge: Sie könnten das Fachkräfteproblem zwar nicht lösen, aber lindern, hofft Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer. Schließlich ist jeder zweite jünger als 25. Daher startet er zusammen mit dem Bundesbildungsministerium und der Bundesagentur für Arbeit eine Qualifizierungsoffensive für junge Flüchtlinge. Das Ziel ist, in den kommenden zwei Jahren bis zu 10 000 junge Leute beim Sprachenlernen zu helfen, sie in Handwerksbetriebe hineinschnuppern zu lassen und ihnen danach eine Lehrstelle zu vermitteln.

Gerade bei kleinen und mittleren Familienunternehmen im Handwerk sieht Wollseifer eine hohe Bereitschaft, Flüchtlinge mit Bleibeperspektive auszubilden und zu beschäftigen. "Wir brauchen keine Schubkarren-Schieber, wir brauchen Fachkräfte", sagt er angesichts von Berichten, Flüchtlinge würden lieber einen schnellen Aushilfsjob annehmen, um Geld für ihre Familie zu haben, als eine Lehre machen, die ihnen erst mittelfristig deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten bietet.

Das Handwerk will seine bundesweit 550 Bildungszentren für eine vertiefte Berufsorientierung nutzen und Betriebspraktika anbieten. Zudem sichert es ein Angebot von bis zu 10 000 Lehrstellen zu, damit jeder Teilnehmer, der die nötigen Voraussetzungen mitbringt, einen geeigneten Ausbildungsbetrieb findet. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter sind für die Beratung und Vermittlung zuständig. Zudem fördern sie die Jugendlichen über ein spezielles Programm. Das Bildungsministerium stellt hierfür im ersten Jahr 20 Mio. EUR bereit.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hofft, dass insbesondere junge Frauen angesprochen werden. Ein zentraler Punkt ist die rasche Klärung des Asylstatus: "Wir brauchen die Gewissheit, dass jeder Flüchtling, der eine Ausbildung beginnt, diese auch zu Ende führen und danach für 2 Jahre arbeiten kann", fordert Wollseifer.

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06.02.2016, 08:30 Uhr
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