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Hamster, süß aussterbend
Gestatten, ein Mannheimer Feldhamster. Tierschützer müssen keine Sorge haben, wir haben das Exemplar nicht aus dem Winterschlaf geweckt: Das Foto stammt aus dem Sommer. Foto: dpa

Hamster, süß aussterbend

14.11.2017
  • WOLFGANG RISCH

Mannheim. Es sind vergleichsweise große Tiere, die sich um kleine Nager sorgen. Die Mannheimer Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala etwa, auch Tierschützer im Karlsruher Regierungspräsidium, wollen Cricetus cricetus, dem Feldhamster, die Heimat in der nordwestlichen Ecke Baden-Württembergs erhalten. An Straßenbahnhaltestellen und anderswo prangen seit Tagen Plakate mit Bildern des Nagers – und Sprüchen wie „niedlich, wie er verschwindet“ und „süß, wie er ausstirbt“. Dazu Fotos, die Tierfreunden ans Herz gehen sollen. Der Feldhamster an sich und als solcher bekommt von der Aktion freilich nichts mit. Er liegt nämlich in der Regel von Oktober bis April im Winterschlaf. Und das in der Kurpfalz in größeren Gruppen, Mannheim rühmt sich, die größte Population im Land zu beherbergen.

Ursprünglich in den Steppen Osteuropas beheimatet, fand der Europäische Hamster schon früh Gefallen an den Feldern im Rhein-Neckar-Raum, wie 2000 Jahre alte Skelette beweisen. Die intensive Landwirtschaft aber macht den Nagern das Leben schwer, und in der Tat sind sie in weiten Teilen Deutschlands ausgestorben. Das gilt freilich nicht für die kurpfälzischen Hamster, und deshalb ist die Aktion der Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala eine Mogelpackung: Die Hamster zwischen Rhein und Neckar sind nämlich keine Monnemer, sondern werden im Heidelberger Zoo gezüchtet. Von Aussterben also keine Spur, und vielleicht würde das hellbraune Fell rot anlaufen, lägen die Nager nicht in tiefem Schlaf. Wolfgang Risch

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14.11.2017, 06:00 Uhr
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