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Hamilton im Rückspiegel
Lewis Hamilton wird in Spa der Konkurrenz im Nacken sitzen und versuchen, auf dem schnellen Kurs möglichst viele Plätze gutzumachen. Foto: dpa
Der Brite muss vom letzten Platz starten – Rosberg schöpft Hoffnung

Hamilton im Rückspiegel

Lewis Hamilton erhält eine empfindliche Strafe und startet vom Ende des Feldes. Damit dürfte seine Serie von sechs Formel-1-Siegen beendet sein.

26.08.2016
  • SID

Spa-Francorchamps. Nur die Technik kann Lewis Hamilton in diesem Jahr noch schlagen. Diese These drängte sich auf in den vergangenen Monaten, nun erhärtet sie sich gleich zum Start aus der Sommerpause. Beim Großen Preis von Belgien trifft den englischen Weltmeister eine empfindliche Strafe – seinem Mercedes-Teamrivalen Nico Rosberg könnte sie das Comeback im WM-Duell bescheren.

An Hamiltons Silberpfeil werden vor dem Rennen am Sonntag (14 Uhr/RTL und Sky) in Spa-Francorchamps mehrere Motorenteile ausgetauscht, der Titelverteidiger wird daher eine empfindliche Startplatz-Strafe kassieren und wohl sogar vom Ende des Feldes starten. Das bestätigte Mercedes gestern.

„Ich werde alles tun, um den Schaden, den diese Strafe anrichtet, zu minimieren“, sagte Hamilton: „Hier zu gewinnen, dürfte nun aber sehr schwierig werden.“ Für Rosberg, der seit mehr als zwei Monaten auf einen Sieg wartet und 19 Punkte hinter Hamilton liegt, ist es die langersehnte Chance, die Serie von Hamilton zu brechen. Sechs der vergangenen sieben Rennen gewann der Engländer, ein Erfolg Rosbergs gleich nach der vierwöchigen Pause könnte nun Signalwirkung haben. „Das Blatt wendet sich ständig“, sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, „umso spannender wird es, zu sehen, wie sich ihr Duell entwickelt.“

Hamilton hatte indes keine Wahl, früher oder später musste er diese Strafe antreten. Der Brite bezahlt den Preis für viele technische Schäden im Frühjahr, früher als erwartet musste er Komponenten seines Motors austauschen lassen. So verwendete Hamilton zuletzt bereits den fünften Turbolader und die fünfte MGU-H zur Energierückgewinnung – genauso viele sind in einem Jahr erlaubt, ab der sechsten Einheit gibt es empfindliche Strafen, das war unausweichlich.

Was Mercedes jedoch beeinflussen konnte, ist der Zeitpunkt dieser Strafen. Es ist eine taktische Entscheidung. Hamilton soll möglichst wenige Punkte verlieren, erklärt Wolff: „Und das geht nur auf einer Strecke, wo das Überholen ein wenig einfacher ist als auf anderen.“

Lange galt das Rennen in der kommenden Woche auf der Highspeed-Strecke in Monza als Favorit für den Wechsel der Motorenteile, doch nun ist Mercedes umgeschwenkt: Denn auch Spa bietet erstklassige Überholmöglichkeiten. Nach der Spitzkehre La Source durchfahren die Piloten die legendäre Eau Rouge, bis zum nächsten harten Bremspunkt stehen sie dabei mehr als 20 Sekunden auf dem Gas – viel Windschatten und viel Zeit für Hamilton, lästige Mittelfeld-Teams auszuschalten.

Und sogar die starken Red Bulls sowie das Ferrari-Duo Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen dürften angesichts der Vollgas-Passagen Probleme haben, einen heranfliegenden Hamilton auf Dauer in Schach zu halten – selbst vom Ende des Feldes wäre der Titelverteidiger damit ein Podest-Kandidat.

Dennoch: Ein Hamilton am Ende der Startaufstellung ist auch für die Verfolger hinter Rosberg ein verlockender Gedanke. Ohnehin hat Vettel genug damit zu tun, einen Platz vor dem Red-Bull-Duo Daniel Ricciardo und Max Verstappen zu ergattern – inzwischen wäre selbst das schon eine Überraschung durch den Heppenheimer. Vielleicht gibt ihm dabei aber ein Blick in die Historie ein wenig Anlass zur Hoffnung. Vor ziemlich genau 20 Jahren fuhr schon mal ein Deutscher in einem bis dahin völlig enttäuschenden Ferrari zum Sieg in Spa. Sein Name: Michael Schumacher.

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26.08.2016, 06:00 Uhr
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