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7,4-Milliarden-Plan

Hamburg: Olympia ohne neue Schulden

52 Tage vor dem Bürgerentscheid haben Hamburgs Olympia-Planer die Kosten offengelegt. 7,4 Milliarden Euro drohen zum Stolperstein zu werden.

09.10.2015
  • SID

Hamburg 7,4 Milliarden Euro für den Steuerzahler, aber alles ist billiger als London 2012. Und es gibt keine neuen Schulden: Hamburgs Olympia-Planer haben ihre Kostenschätzung für die Austragung der Sommerspiele 2024 vorgelegt. Gerade vorm Hintergrund der Flüchtlingskrise könnten die Zahlen beim Referendum am 29. November dennoch zum Stolperstein werden.

Doch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz gab sich alle Mühe, den gewaltigen Betrag hübsch zu verpacken. Er bezeichnete den mit Spannung erwarteten Finanzplan als "beste Berechnung ever" und gab sich überzeugt, die Summe "eher zu unterschreiten als zu übertreffen".

Insgesamt sollen die Ausgaben für das Mammut-Projekt bei 11,217 Milliarden Euro liegen. Dem gegenüber sind Erlöse in Höhe von 3,814 Milliarden Euro einkalkuliert - davon 3,364 garantierte Milliarden vom IOC. Demnach würden für die öffentliche Hand Kosten von 7,403 Milliarden Euro übrig bleiben.

"Dieses ist die am besten durchgerechnete Bewerbung für Olympische Spiele, nicht nur in Deutschland, sondern jemals", sagte der SPD-Politiker Scholz und sprach "von einer großen Leistung". Bei der Erstellung des Finanzreports seien fast 700 Einzelteile des Gesamtprojekts inklusive Inflations- und Risikozuschlag durchgerechnet worden. So seien einige Posten mit doppeltem Preis eingeplant worden. Eine Kostenexplosion wie bei der Elbphilharmonie, Hamburgs Fanal für verfehlte Finanzpolitik, wollen Scholz und Co. tunlichst vermeiden. Von den Gesamtkosten soll der Bund 6,2 Milliarden Euro schultern. Die Stadt Hamburg würde die übrigen 1,2 Milliarden Euro beisteuern.

"Die Finanzkraft der Stadt wird nicht überfordert", betonte Scholz und ließ mit Blick auf den Löwenanteil des Bundes eine deutliche Ansage in Richtung Berlin folgen: "Wir müssen uns bis Februar nächsten Jahres geeinigt haben. Bis dahin brauchen wir die Garantien von der Bundesrepublik Deutschland."

Hamburg, das stellte Scholz klar, werde jedenfalls nicht mehr als die 1,2 Milliarden übernehmen. Zum Vergleich: Die britische Regierung hatte für Olympia in London umgerechnet rund neun Milliarden Euro ausgegeben, die Hauptstadt hatte sich mit 940 Millionen Euro beteiligt. Die offiziellen Unterlagen und Garantieerklärungen müssen bis zum 8. Januar 2016 beim IOC eingereicht werden.

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09.10.2015, 12:00 Uhr
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