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Halbfinal-Hit für deutsche Handballer

In Rio streben Nikola Karabatic und Co. nach dem historischen Gold-Hattrick. Von Deutschland will sich der Weltmeister nicht aufhalten lassen.

19.08.2016
  • HORST WELLER

Rio de Janeiro. Nikola Karabatic hat noch lange nicht genug. „Wir sind da, wo wir hinwollten“, sagte der französische Superstar nach dem Halbfinal-Einzug beim olympischen Handball-Turnier, und seine Augen begannen plötzlich tatsächlich zu leuchten, „aber jetzt beginnt ein neuer Wettbewerb, der Kampf um die Medaillen.“

Karabatic, der wohl noch immer beste Handballer des Planeten, brennt wie seine Teamkollegen auf den Knaller heute (20.30 Uhr MESZ) gegen Europameister Deutschland und vor allem auf den historischen Gold-Hattrick. Denn noch nie schaffte ein Männer-Handballteam drei Olympiasiege hintereinander.

Für Karabatic persönlich würde der dritte Olympiasieg nach den Erfolgen von 2008 und 2012 auch das Triple-Triple bedeuten: Je drei Mal Welt- und Europameister ist er schon.

Nach dem enttäuschenden Hauptrunden-Aus bei der EM im Januar sind die schlachtenerprobten Franzosen rechtzeitig zum Saison-Höhepunkt in Rio wieder voll auf der Höhe. Nicht erst mit dem imposanten Auftritt im Viertelfinale gegen Gastgeber Brasilien unterstrich die Equipe tricolore ihre Ambitionen, schon beim 35:20 in der Vorrunde gegen Katar hatten Karabatic und Co. ihre Muskeln spielen lassen.

„Wir sind stolz über das Erreichte, aber wir dürfen jetzt nicht aufhören“, warnte Karabatic vor Selbstzufriedenheit. Neben ihm waren Luc Abalo, Michael Guigou, Daniel Narcisse und Thierry Omeyer schon bei den Sternstunden von Peking und London dabei.

Trainer-Ikone Claude Onesta griff vor der Partie tief in die psychologische Trickkiste. Die deutsche Mannschaft sei „ein sehr junges Team mit großen Qualitäten, aber die Jugend ist vielleicht auch ihr Schwachpunkt“, sagte der Coach: „Da müssen wir ansetzen und ihnen das Selbstvertrauen Stück für Stück nehmen.“

Am Zuckerhut erleben die Franzosen zurzeit ihre x-te Renaissance. Immer wieder wurde zuletzt das Ende der „Ära der alten Franzosen“ beschworen, immer wieder schlug das Handball-Imperium zurück. Meist sogar stärker als zuvor. Zur Erinnerung: Auch in den Olympiajahren 2008 (Dritter) und 2012 (Elfter) verpasste Frankreich den EM-Titel – und bestieg wenige Monate später den Olymp.

„Karabatic, Narcisse und Omeyer sind herausragende Spieler und können alle Spiele im Alleingang entscheiden“, sagte DHB-Keeper Andreas Wolff: „Das wird eine hohe Hürde.

„Frankreich hat bisher in einer anderen Liga gespielt“, sagte DHB-Vize-Präsident Bob Hanning: „Aber auf keinen Fall werden wir da mit dem Glauben reingehen, dass wir das Spiel nicht gewinnen können.“ Noch treffender formulierte es Kreisläufer Hendrik Pekeler, der in der Abwehr mittlerweile wieder zu einer festen Größe geworden ist: „Wenn du Gold gewinnen willst, musst du auch Frankreich schlagen.“

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19.08.2016, 06:00 Uhr
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